Im direkten Kampf tritt die Nvidia Geforce GTX 295 gegen ATIs Radeon HD4870 X2 an. Welche der beiden Karten kann sich auf Platz 1 setzen und stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis? Dies Versuchen wir im folgenden Test herauszufinden.

An dieser Stelle möchten wir uns für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung bei der Firma Sapphire (ATI Radeon HD4870 X2) und bei der Firma Alternate (Gainward Geforce GTX 295) bedanken, die uns jeweils ein Sample der Karte zur Verfügung stellten.
Technischer Vergleich:
Nvidias GTX 295 setzt auf die überarbeitete GT200b-GPU, welche im 55nm produziert wird. Dadurch bleibt sie relativ klein, ist Stromsparend und günstig zu produzieren. Der Aufbau ist identisch mit der GT200 GPU und in folgedessen besitzt die GT200b-GPU weiterhin 1,4 Mrd. Transistoren. Lediglich das Speicherinterface wurde etwas beschnitten und liegt jetzt bei 448 Bit anstatt 512 Bit. Die GTX 295 ist eine Multi-GPU-Karte, bei der für jeden Rechenkern ein zusätzliches PCB zur Verfügung gestellt wird. Die Verbindung beider PCBs erfolgt intern über eine SLI-ähnliche, flexible Brücke. Nvidia setzt weiterhin auf GDDR3 RAM, der jeweils mit 999 MHz taktet und eine Größe von 896 MB hat. Der Chiptakt entspricht 576 MHz, der Shadertakt 1.242 MHz. Die Unterstützung von Shader-Model 4.0 und Microsofts DirectX 10-API bleibt. Bestens für PhysX ist die Geforce GTX 295 auch gerüstet. Des Weiteren bietet jede GT200b-GPU der GTX 295 240 skalbare Shadereinheiten, 80 vollwertige Textureinheiten und 28 ROPs (Render Output Units). AMD geht einen anderen Weg. Bei der HD4870 X2 werden beide GPUs, basierend auf dem RV770, auf eine Platine gelötet. Die Transistorenzahl beträgt etwa 965 Mio. Die HD4870 X2 verfügt pro Kern über 800 Streamprozessoren, welche nicht wie bei Nvidia vollwertig, sondern in 5 Arrays angelegt sind. Jeweils 40 Textur Units und 16 ROPs runden das Packet ab. Als Speicher wird der neuwertige GDDR5 verwendet, welcher mit 1.800 MHz taktet, eine Anbindung von 256 Bit besitzt und 2048 MB groß ist. Es bleibt, Shadertakt = Chiptakt, welcher mit 750 MHz taktet. Anders als Nvidia setzt die HD4870 X2 auf das Shadermodel 4.1 und DirectX 10.1.
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Gainward Geforce GTX 295 im Detail:</p>
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<p style="text-align: left;">Die Gainward Geforce GTX 295 kommt im typischen Nvidia Referenzdesign zu uns. Die Verpackung, welche eine Art Engel zeigt, gibt viele Eigenschaften der Karte wieder. Vom Zubehör sind wir relativ enttäuscht. Immerhin handelt es sich hierbei um eine teure High-End-Grafikkarte. Schaut man sich aber nur die Beilagen an, könnte man denken, dass man eine 100€ Karte in der Hand hält. Im Karton befindet sich lediglich eine Schnellstart Anleitung, eine Treiber CD, ein DVI- auf VGA-Adapter und ein Audiokabel, mit welchem man Grafikkarte und Mainboard verbinden kann. Auf jeden Fall fehlt hier in dieser Preisklasse ein HDMI-Adapter, ein 6- sowie ein 8-Pin-Stromadapter sowie zusätzliche Software.</p>
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<p style="text-align: left;">Die eigentliche GTX 295 liegt, wie schon erwähnt, im Referenzdesign in der Verpackung. Im optisch schönen Schwarz findet die Karte in vielen PCs ihren Platz, vor allen Modder wird die Karte ansprechen. Geschweige denn sie passt ins Gehäuse, denn mit 28 cm ist sie schon etwas länger als vergleichbare Midrange-Grafikkarten. Der Kühler ist mit einer Art Gummistruktur überzogen und zeigt groß den blauen Engel, welcher schon auf der Verpackung zu bestaunen war. 2 PCBs stecken unter dem Kühler, auf dem je eine GT200b GPU steckt. Intern werden beide Platinen über eine Art SLI angesprochen. Natürlich bietet die GTX 295 auch einen SLI-Connector, aber nur einen, denn mehr als Quad-SLI ist zurzeit nicht möglich. Da die zwei GT200-GPUs relativ viel Strom fressen, genügt ein einzelner Stromanschluss nicht mehr. Um die Karte zu betreiben, werden demnach ein 6- und ein 8-Pin Anschluss benötigt. Als weitere Anschlüsse stellt die GTX 295 zwei DVI- und einen HDMI-Ausgang bereit. Zum Thema Lautstärke lässt sich nur sagen, das die Karte für Silent-Fans nicht geeignet ist. Nicht nur unter Last sondern auch im normalen Windows-Betrieb ist die Karte herauszuhören.</p>
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<table style="border: 0px solid; width: 100%;" border="0" cellpadding="1" cellspacing="1"><tbody>
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AA Performance:</p>
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<p style="text-align: left;">Nicht nur die AF-Qualität zählt sondern ein wichtiger Bestandteil ist auch Anti-Aliasing (Kantenglättung). Beim näheren Betrachten der Bilder fallen sofort Unterschiede auf. Bei Nvidia sieht man das typische Treppenmuster, bei AMD bringt der Blick etwas anderes zum Vorschein. Nvidia berechnet Pixel für Pixel während AMD ganze Pixelgruppen zu filtern scheint. Einzigs der Edge-Detect-Filter bringt eine Pixelgenaue Verarbeitung. Das Gesamtbild zeigt aber nicht wirklich einen Unterschied. Dennoch müssen wir AMD bei den Setting 8x Edge Detect eine tadellose Glättung aussprechen, welche in Wirklichkeit 24x AA sind. Das Spielvergnügen wird sich allerdings dabei in Grenzen halten, da der Filter ordentlich Leistung zieht.</p>
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<table style="border: 0px solid; width: 100%; text-align: center;" border="0" cellpadding="1" cellspacing="1"><tbody>

ATI 0AA

Nvidia 0AA

ATI 4AA Box

Nvidia 4AA

ATI 4AA Narrow Tent (6AA)

Nvidia 8AA

ATI 4AA Wide Tent (8AA)

Nvidia 8QAA

ATI 4AA Edge Detect (12AA)

Nvidia 16AA

ATI 8AA Edge Detect (24AA)

Nvidia 16QAA
</tbody></table><p style="text-align: center;">
Performance:</p>
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<p style="text-align: left;">Wir waren nun sehr gespannt, welche der beiden High-End-Grafikkarten die andere schlägt und wie sich beide gegen aktuelle Single-Karten behaupten können. Dabei kamen als Synthetische Benchmarks die Pflichtprogramme von Futurmark 3D Mark Vantage und 3D Mark 06 zur Verwendung. Als DirectX-10- Benchmarks wurden Crysis, Assassin’s Creed, Race Driver: GRID, Devil May Cry 4, Call of Duty 4: Modern Warface, Anno 1701 und Far Cry 2 benutzt. Zu Erwähnen sei noch, dass wir bei der GTX 295 PhysX deaktiviert haben, um einen Möglichst genauen Vergleich bieten zu können.</p>
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<table style="border: 1px solid; width: 100%; text-align: left;" border="0" cellpadding="1" cellspacing="1"><tbody>
</tbody></table><p style="text-align: left;"> </p>
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<p style="text-align: left;">Wirft man erst mal einen Blick auf die Synthetischen Benchmarks, sieht man, dass bei Vantage beide Dual-Karten deutlich in Führung gehen können. Ähnlich ist das bei 3D Mark 06 allerdings ist hier der Vorsprung nicht so groß. Single-Grafikkarten schneiden bei diesem Benchmark auch sehr gut ab. Bei den Game Benchmarks schneiden beide Testmuster sehr gut ab. Beide liegen mit den FPS-Werten über den Vergleichskarten. Die GTX 295 liegt meist sogar vor der HD4870 X2. Bei Anno 1701 siedelt sich die HD4870 X2 sogar unter den Vergleichsmuster an, das liegt wahrscheinlich daran, dass das Game mit Crossfire nicht richtig skaliert. Ansonsten können sowohl die Geforce GTX 295 als auch die Radeon HD4870 X2 eigentlich in allen Spielen sich vor die Single-Karten setzen. Das gilt auch besonders im Bereich der hohen Auflösungen plus zugeschalteten Bildverbesserer. Hier halten die Dual-Karten die Werte aufrecht und vermeiden so einen starken Einfall der FPS. Daraus ergibt sich für die Gamer ein verbesserter Spielspaß in diesen hohen Qualitätseinstellungen.</p>
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