Von: F. Schwarz

 |  15.02.06 23:05

INTEL Pentium 955 Extreme Edition - Dualcore in 65nm


Nur die Hitzeentwicklung verhinderte solch hohe Taktraten. Aber diese ist mit dem 65nm Prozess verringert und daher ist das Übertaktungspotenzial auch entsprechend höher.

Allerdings bereitet uns das Mainboard Schwierigkeiten. Die Spannungswandler lassen keine höhere stabile Kernspannung von über 1,325 Volt zu. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Mainboard die Spannung deutlich geringer ausgibt, als eingestellt. Die reale VCore bei eingestellten 1,325V liegt bei 1,184V.

Damit lassen sich "nur" 4,0 GHz realisieren.

Für diese geringe Spannung ist das allerdings ein erstaunliches Ergebnis und mit mehr Spannung wären noch ca. 4,5 GHz realistisch.

Dank des offenen Multiplikators können wir den Prozessor mit 12*333 betreiben.

 

Unser DDR2-800 Kit von Corsair harmoniert gut mit Prozessor und Mainboard und schafft einen Takt von bis zu 930 MHz.

Das nutzen wir aus, indem wir den Speicher mit einem 3:4 Teiler betreiben, wodurch sich ein Takt von 886 MHz ergibt.

 

Pentium D 820:

Das Lowcost Modell aus der Vorgängergeneration hat durch den 90nm Prozess noch mehr mit Hitzeprobleme zu kämpfen und ist daher nicht ganz so gut übertaktbar.

Auch hier machen die Spannungswandler wie schon beim Pentium 955 EE Probleme, aber bei weitem nicht so stark.

Immerhin 1,450Volt können wir geben, was real aber auch nur 1,312V entspricht.

3,7Ghz sind damit möglich. Mit einer höheren Spannung wären allerdings noch 4,0Ghz machbar, wie wir es auf einem anderen Mainboard bereits erfolgreich getestet haben.

 

Beim Ram ergaben sich mysteriöse Probleme: Er will bei übertakteter CPU nicht einmal seine Spezifikation von 800 MHz erreichen.

Daher müssen wir uns mit maximal 750 MHz zufrieden geben. Mit einem 3:4 Teiler und einem FSB von 264 MHz läuft der Ram mit 704 MHz, zum Ausgleich dafür aber mit schärferen Latenzen. Dadurch ist der niedrigere Takt kaum ein Verlust, denn der Speicher ist schließlich schon im Verhältnis 3:4 höher als der FSB getaktet.

 

Pentium 4 EE 3,46GHz:

Die in 130nm gebaute, auf dem Northwood basierende CPU ist mit 3,46GHz schon ziemlich ausgereizt.

3,8 GHz sind alles was mit eingestellten 1,7 Volt bzw. realen 1,600V machbar ist. Die Spannung hört sich hoch an, jedoch ist das für eine 130nm CPU nicht viel.

Dass für das Mainboard hier 1,7V kein Problem sind liegt daran, dass es sich nur um eine Singlecore CPU handelt.

 

Der Northwood war nie für DDR2-Ram gebaut und kann ihn daher trotz des hohen FSB schlecht auslasten, wie unsere Benchmarks zeigen. Dadurch hat es der RAM anscheinend einfacher einen höheren Takt zu schaffen, denn wir erreichen mit einem 3:5 Teiler erstaunliche 972 MHz stabil.

Kommentierung nicht möglich.