Von: A. Bunen

 |  08.01.06 21:00

INTEL Pentium 4 3,46EE vs. Pentium D 820

Pentium 4 Pentium D 820

Wir haben für euch heute zwei Produkte aus der Prozessorschmiede Intel verglichen. Die Pentium 4 Extreme Edition Reihe hat sich schon vor langer Zeit einen Namen gemacht, doch wie schlägt sich das alte Flagschiff gegen den neuen Dual-Core Boliden Pentium D 820? Der Pentium D konnte bei unseren Tests von 2,8GHz, auf sensationelle 4,2GHz getaktet werden. Was der P4 3,46EE entgegen setzten konnte, könnt Ihr in dem ausführlichen Bericht lesen.


Seid Kurzem hat die Dual und Multi Core Ära bei den Desktop PCs begonnen, die Hauptsächlich von Intel mit viele Rummel und Promotion verbreitet wurde. AMD hat dagegen fast still und heimlich die Dual Core CPUs auf den Markt geschmissen. Dieses Review beschäftigt sich mit dem Vergleich zwischen dem Pentium 4 3,46 EE und dem Pentium D 820. Die Ergebnisse, besonders beim Übertakten, werden den einen oder anderen beeindrucken.

 

 

Pentium 4 3,46 Extreme Edition

 

Für den Sockel LGA775 gibt es 4 verschiedene Extreme Edition Prozessoren, die sich von einander unterscheiden. Die 3,4 und 3,46EE gehören zu der „niedrigsten“ Stufe dieser Reihen. Diese haben den Gallatin Kern, welcher auf dem alten Northwood basiert und wurden vom Sockel 478 adaptiert. Im Gegensatz zum Pentium 4 EE 3,73 und Pentium XE 840 verfügen diese nur über 512kb L2 Cache, haben dafür aber einen 2 MB großen L3 Cache. Der  Pentium 4 3,73 EE verfügt zwar über einen 2MB grossen L2 Cache, hat aber keinen L3 nicht zur Verfügung. Bei dem Pentium EX 840 teilen sich die beiden Prescott Kerne jeweils 1MB L2 Cache. Die neuen Dual Core Prozessoren nutzen nicht mehr den 1066MHz FSB, sondern einen 800MHz FSB. Beim Pentium 4 3,46EE und 3,73EE sieht es da noch anders aus. Beide nutzen den 1066MHz schnellen Quadpumped FSB. Diese Unterschiede machen die Extreme Editions zu besonders leistungsstarken Prozessoren und heben diese von dem Durchschnitt ab.

 

Wir haben die LGA775 Variante des Pentium 4 3,46EE für unsere Tests genutzt. Die Standardtaktfrequenz lag bei 3,46Ghz. Der FSB ist auf 266MHz gesetzt und wird in Verbindung mit einem 13er Multiplikator genutzt, um die Frequenz zu erreichen. Was man bei den aktuellen Pentium Reihen immer sieht, ist der IHS(Integrated Heat Spreader). Diese wird zum einen aus Sicherheitsgründen verwendet, um die empfindliche Core vor dem Druck des Kühlkörpers zu schützen und zum anderen die Hitze verteilen. Die Core wird im 130nm Prozess gefertigt, wobei sie bei der 3,73EE Version schon in 90nm gefertigt wird. Die TDP (Thermal Design Power) wird mit 110W angegeben und die Vcore Spannung liegt Standardmäßig bei 1,6V. Als Feature gelten die Erweiterungen MMX, SSE, SSE2, Hyper Pipelined, NetBurst, Rapid Execution Engine und HT(Hyper-Threading). Die 3,46EE CPU wurde im Gegensatz zur 3,73EE und EE 840 Version für 32bit Anwendungen entwickelt und unterstützt nicht die Erweiterung EM64T(Extended Memory 64 Technology). Die Extreme Editions sind nicht zu allen Mainboards kompatibel und brauchen spezielle Chipsätze. Die kompatiblen Chipsätze für den Pentium 4 3,46EE für Sockel LGA775 sind Intel 925X, 925XE und die neuen 944XE, 945P/G und 955XE. Die Unterstützung ist aber auch vom Hersteller zu Hersteller anders. ASUS gehört zu den wenigen Herstellern, die alle EE Versionen unterstützen. Der Preis der 3,46EE liegt teilweise noch bei 900€ aber ist auch schon für 500€(gebraucht, E-Bay) erhältlich.

Kommentierung nicht möglich.