Von: L. Moltrecht
| 20.04.10 19:55Intel Light Peak: Nachfolger von USB 3.0?

Auf dem Intel Developer Forum in Peking stellte Intel offiziell eine neue Technologie namens Light Peak vor. Wie der Name schon vermuten lässt handelt es sich um ein Verfahren, welches Licht nutzt – und zwar zur schnellen Übertragung von Daten durch Glasfaserkabel. Die Ambitionen hinter dieser Technologie sind neben einer schnelleren Übertragung auch die Vereinfachung und Zusammenfassung bisheriger Benutzerschnittstellen.
Heute gibt es noch viele verschiedene Schnittstellen für die verschiedenen Geräte in und an einem Rechner: IDE, und SATA werden innerhalb des Gehäuses zur Kommunikation zwischen den Geräten verwendet, PS/2, USB, FireWire, LAN, eSATA und Klinke-Stecker für Tastaturen und Mäuse, externe Festplatten und Audiogeräte. Intel möchte all diese Schnittstellen durch eine einzige, auf Glasfaserkabeln beruhende Technologie namens Light Peak ersetzen.

Für den Benutzer bringt dies mehrere Vorteile: Einerseits kann die volle Geschwindigkeit von externen Geräten vollständig ausgenutzt werden, da Glasfaserkabel im Vergleich zu heutigen Kupferkabeln eine beinahe unendliche Bandbreite und Geschwindigkeit bieten. Außerdem wird die Vielfalt an Steckern, die ein vollständig ausgerüstetes Gerät benötigt, deutlich herabgesenkt. Dies kann besonders bei Laptops und Smartphones Vorteile bringen, da diese Schwierigkeiten mit der Unterbringung vieler Schnittstellen haben. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Glasfaserkabel für mehrere Protokolle gleichzeitig genutzt werden können und somit ein einziges Kabel als Anschluss an frühere USB-Geräte, das Netzwerk und die Stereoanlage gleichzeitig dienen kann.
Intel zufolge stellt die Technologie den „logischen Nachfolger von USB 3.0“ dar und soll schon gegen Ende dieses Jahres veröffentlicht werden. Erste Geräte sollen dann Anfang 2011 folgen. Als Anschluss soll zunächst der USB-Port dienen, da dieser praktisch sei und der Formfaktor in vielen Geräten bereits integriert sei. Später wolle man jedoch auf einen eigenen, kleineren Port umsteigen.
Quelle: VR-Zone










Kommentare (7)
EddyCross
Datum: 20.04.2010
JuL
Datum: 21.04.2010
EddyCross
Datum: 21.04.2010
Black Nova
Datum: 21.04.2010
Quark!
Glasfaserkabel ist nicht das High-End superpower-Übertragungsmedium.
Deine Kapazität ist, wie bei Kupfer-adern auch, schlichtweg 10GBase was Ethernet angeht.
10GBase sind 10Gbit.
Von Daher weiß ich nicht, wieso dieses Medium so hochgepusht wird, wenn es derzeit nicht bezahlbar ist.
Klar ist die Geschwindigkeit "theoretisch" unendlich, doch sind die Bremsen doch nicht die Schnittstellen.
Es sind die Anbindungen an Prozessor, RAM, HDD etc.
Und solange DORT kein Performance-Wachstum existiert, sehe ich auch keinen Sinn darin, auf Glasfaser-Anschlüsse umzusteigen.
Sprich: Die Kommunikation auf dem Mainboard selbst ist einfach nicht schnell genug.
Die Geschwindigkeiten, die mit S-ATA etc. erreicht werden, werden meines Erachtens nach nur durch die langsame Speicheranbindung usw. limitiert, nicht aber durch das Medium Kupfer.
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Meiner Meinung nach sollten die Schnittstellen endlich voneinander getrennt werden, damit externe Medien nicht mehr durch interne Verarbeitungsprozesse ausgebremst werden.
Weiterhin sollten endlich mal EIN genormter Stecker gebaut werden, der weder wackelt und nicht wieder in 10.000 Formen verändert wird.
Siehe USB. Jeder 2. Hersteller nutzt andere Formfaktoren. "Mini-USB" ist zwar da, aber jeder panscht seinen eigenen Anschluss zurecht.
Wozu? Für 10.000.000 Kabel? Wow super
BlackEternity aka Nova
Cyanoid
Datum: 21.04.2010
also die ide für alles ein kabel/stecker zu verwenden find ich schon gut, aber bis wir glasfaserkabel im pc tatsächlich brauchen werden noch einige jahre vergehen.
Limonade112
Datum: 21.04.2010
bambusa
Datum: 21.04.2010
Hier kann man sich die ganze Intel Light Peak: Nachfolger von USB 3.0? Diskussion anschauen