Von: L. Oberste-Lehn

 |  23.11.09 21:55

Intel Core i5 750 und Core i7 870


LGA 1156 im Detail

 

Intels neue Prozessoren hören auf den Codenamen Lynnfield und nutzen als Grundlage den neuen H-Sockel, ausgestattet mit 1156 Kontaktflächen, woher auch der Name des neuen Sockels stammt. Mit diesem Sockel kommt ein direkter Nachfolger des erfolgreichen Sockel 775, der ebenfalls in der Einleitung angesprochene LGA 1366 bleibt dennoch für den High-End Markt erhalten. Im direkten Vergleich mit dem LGA 1366 hat der im Test behandelte Sockel 210 Kontaktflächen weniger, setzt aber nicht wie der LGA 1366 auf das Triple-Channel-Speicher-Interface, sondern auf das altbewährte und vom LGA 775 bekannte Dual-Channel-Speicher-Interace. Vorteile hat diese Umstellung dennoch, offiziell können die Lynnflield-CPUs mit DDR3-1333 umgehen. Die Bloomfields ziehen den Kürzeren, laut Intel vertraten diese maximal DDR3-1066.

 

 

Wer jedoch auf einen kompletten SLI oder Crossfire Support setzen will, ist dennoch mit dem LGA 1156 an der falschen Stelle.  Zwar werden die meisten erhältlichen Boards zwei PCIe Steckplätze vorweisen können, im Betrieb mit zwei Grafikkarten werden die Lines aber nur mit PCIe 8x angesprochen. Wer also nach einem vollen Support von zwei PCIe 16x Lines sucht, sollte sich bei Intels Sockel LGA 1366 umschauen.

 

Doch es gibt nicht nur Unterschiede zwischen Bloomfields- und Lynnfield-CPUs. Die im Bloomfield positiv aufgefallenen Features wie die Hyper-Threading-Funktion sowie die integrierte Speichercontroller sind übernommen worden. Beachtet werden sollte aber, dass die Hyper-Threading-Funktion nicht bei Intels Core i5 vorhanden ist, dieser kann nur mit seinen vier vorhandenen Kernen vier Threads betreiben. Ebenfalls übernommen wurde der Turbo-Modus, der die CPU bis zu 666 MHz höher taktet, um auch Programme, die noch nicht auf vier-Kerne optimiert sind, mit voller Performance zum Rennen zu bringen, im Ruhezustand setzt, sofern nicht im Bios ausgeschaltet, das bereits bekannte EIST ein und taktet die CPU runter.

 

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen.

 

CPU-Z: EIST – Last – Turbo-Modus

 


Doch EIST ist nicht Intels einzige Bemühung Strom zu sparen. Nicht genutzte Kerne schalten sich in Zusammenarbeit mit der Power Control Unit sowie Power Gates komplett ab. Ein nicht komplett genutzter Kern kann ebenfalls in seiner Spannung variieren, überwacht wird der Vorgang durch Sensoren in allen Bereichen der CPU.

 

Unter der Haube der LGA 1156 gibt es keine großen Unterschiede im Vergleich zu den Blommfield-Prozessoren, beide haben einen L3-Cache von 8 Mbyte, sind in 45 nm Verfahren gefertigt und haben einen minimal andere DIE. LGA 1156 Prozessoren haben 774 Millionen Transistoren, die DIE ist 296 mm², LGA 1366 auf 731 Millionen Transistoren mit einer 263 mm² großen DIE. Grund für die angestiegene Zahl der Transistoren sind die von Northbrigde weggefallene PCI-Express Verbindungen für die Grafikkarten.

 

 

Erscheinen und Lieferumfang

 

Die Prozessoren kommen in der Intel üblichen blauen kleinen Box mit dem Aufdruck Intel Core i5 oder Core i7, der Lieferumfang der Boxed-Versionen ist dennoch gleich. In einer kleine Plastikhülle sorgsam aufbewahrt befindet sich unser Objekt der Begierde, der Prozessor. Direkt dahinter befindet sich der Boxed-Kühler, gepaart mit einer Anleitung und einem kleinen Aufkleber um auch von außen zeigen zu können, was verbaut ist.

 


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