Von: F. Heuer

 |  23.01.10 16:21

HTC Tattoo


Multimedia

 

Das Tattoo hat gewisse Veranlagungen, die es zu einem Multimedia-Smartphone machen könnten. Dazu zählt in erster Linie der integrierte Mediaplayer. Er ist in den HOME-Screen integrierbar und somit immer erreichbar. Eine gute Bibliothek-Verwaltung macht ihn neben des Cover Flow und einer ausgezeichneten Klangwiedergabe zu einem rundum zufriedenstellenden Mediaplayer. Das mitgelieferte Headset ist befriedigend, jedoch nicht „das gelbe vom Ei“. Glücklicherweise lässt sich jeder mit einem 3.5mm-Audiostecker ausgestattetem Kopfhörer an das Tattoo anschließen. Bei laufender Musik kann man während der Displaysperre den Player weiterhin bedienen, ohne ihn direkt aufrufen zu müssen. Ebenso läuft die Wiedergabe auch bei ausgeschaltetem Display weiter.

 

 

Unterstützte Mediaformate sind die Audioformate AAC (AAC, ACC+, AAC-LC), AMR-NB, MP3, WAV, MIDI und Windows Media Audio 9 und die Videoformate MPEG-4, H.263, H.264 und Windows Media Video 9.

Ein gutes Feature ist die bereits von Vorgängermodellen bekannte Share-Funktion. Sämtliche Bilder oder aufgenommene Videos können direkt mit Kommentaren versehen und an Facebook oder YouTube gesendet werden.

 

 

Software

 

An vorinstallierter Software bringt das Tattoo die wichtigsten Programme mit. Darunter ein Mail-Client, Browser, Kalender, Multimedia-Player, FM-Radio und ein YouTube-Client. Insgesamt ist das so ziemlich das Wichtigste an Software, jedoch gibt es im Market eine Auswahl an weiteren Angeboten, die beispielsweise den langsamen Browser ersetzen. Ein RSS-Reader fehlt leider bei der Standardausrüstung, lässt sich jedoch durch freie Software aus dem Market ergänzen.


Die Installation von Software funktioniert über drei mögliche Wege. Der erste Weg ist jener, der den Benutzer in den Market führt. Man wählt die Applikation „Market“ und lädt sich gewünschte Programme auf das Gerät. Über die Benachrichtigunsleiste wird einem Kund getan, dass die Software erfolgreich heruntergeladen wurde und schließlich installiert werden kann. Ein anderer Weg ist die Software via Computer an das Smartphone zu schicken (Bluetooth, WiFi) oder auf die microSD-Karte zu kopieren. Um diese Software dann installieren zu können, ist in den Einstellungen die Erlaubnis „fremde Software installieren“ zu erteilen. Per Datei-Explorer kann dann auf die microSD-Karte zugegriffen und Programme installiert werden. Ein letzter und sehr praktischer Weg wäre das Einscannen von QR-Codes mithilfe der eingebauten Kamera. Die Kamera würde den QR-Code erfassen und ein Programm selbigen auswerten und auf die Adresse des Markets weiterleiten. Findet man beim Browsen am PC ein nettes Programm, so lässt sich vom Computerbildschirm der QR-Code abfotografieren. Dies ist ein nettes Feature, was in der Praxis so gut wie nie funktionierte, da die Kamera keinen Autofokus bietet und sich die QR-Codes nicht ablichten ließ.

 


Kamera

 

Dem Tattoo steht leider nur eine 3.2-Megapixel-Kamera zur Verfügung mit der geknipst und gefilmt werden kann, was bei guten Lichtverhältnissen passable Ergebnisse liefert. An Einstellungen fehlt es nicht, von der ISO-Empfindlichkeit bis hin zu Geotagging via GPS ist die Kamerasoftware recht gut bestückt. In einer dunklen Umgebung liefert das Tattoo jedoch auf grund fehlender Lichtquelle sehr schlechte Bilder mit starkem Bildrauschen. Ärgerlich ist außerdem, dass die Kamera einen geringen Digitalzoom und eine Auslöseverzögerung von circa einer Sekunde hat. Besonders störend ist der fehlende Autofokus. Beliebte Apps wie ShopSavvy benötigen einen Autofokus in der Kamera, um Strichcodes von Produktverpackungen ablichten zu können. Die Videofunktion ist ausreichend, um kurze Videos bei normalen Lichtverhältnissen zu machen.

 

Einige Testbilder

 

 

 

 

 

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