Von: M. Reichel , C.Marx
| 24.09.07 22:00GPU Midrange Round-Up: ATI HD2600XT vs. NV 8600GTS
Mittelklasse im technischen Vergleich:
Dank 65nm ist der Chip der Radeon 2600-Serie kleiner und somit auch kühler und stromsparender als der G84 von Nvidia. Außerdem hat ATIs RV630 120 Stream Prozessoren zur Berechnung der anfallenden Operationen, was im Vergleich zu 32 Einheiten recht viel wirkt, zumindest auf dem Papier. Tatsächlich verfügt die Radeon HD 2600 aber nur über 24 Einheiten, die im Gegensatz zu Nvidia jedoch nicht skalbar, sondern in vektorieller Art und Weise agieren. So basiert der RV630-Core auf 24 5-dimensionalen Shader-Units, verglichen mit 32 skalaren (1-dimensionalen) Shader-Units eines G84.
Laut ATI-Dokumenten kann der RV630 zwei Operationen pro Takt ausführen während der G84 von Nvidia nur eine Operation pro Takt ausführen kann. Nvidia punktet dafür aber mit 16 Texture Units, welche vor allem bei aufwendigen Texturfiltern für mehr Texturperformance sorgen. In diesem Punkt hängt der ATI Sprössling mit seinen 8 Texture Units etwas hinterher. Zudem werden auf beiden Nvidia GPUs 8 Raster Operation Processors (ROPs) verbaut (ATI jeweils 4). Auch ist zu beachten, dass beide Hersteller vollkommen andere Wege gehen, was die Taktaufteilung der Architektur angeht. So arbeiten z.B. die Shaderprozessoren bei den ATI Karten immer synchron im Takt des gesamten Chips. Währenddessen die Shaderprozessoren bei den Nvidia erheblich höher takten als der Rest des Chips. In einem 8600GTS wären das z.B. 1450Mhz und in einem 8600GT Modell 1190mhz Shadertakt. Auf dem Papier hat der ATI Chip am Ende zwar durch seine 5-dimensionalen Shader-Units eine theoretisch höhere Rechenleistung, doch wie es in sich in der Praxis bemerkbar macht, dass bleibt die Frage.
Der Chiptakt unterscheidet sich bei allen getesteten Modellen, so verfügt die HD 2600 XT über 800 MHz, die HD 2600 Pro über 600 MHz, die 8600 GT über 540 MHz und die 8600 GTS über 675 MHz. Alle Karten besitzen 256 MB Speicher mit 128-Bit-Speicherinterface, lediglich der Speichertyp und der Speichertakt ist verschieden. So hat die HD 2600 XT GDDR4-Speicher mit 1100 MHz, die HD 2600 Pro GDDR3-Speicher mit 700 MHz, die 8600 GT GDDR3-Speicher mit 700 MHz und die 8600 GTS GDDR3-Speicher mit 1000 MHz.
Da ein HDCP-Key-ROM auf allen 4 GPUs integriert ist, steht einem gemütlichen HD-Videoabend nichts mehr im Wege. Auch ist auf dem ATI Karten die UVD Engine vorhanden, welche eine HD Filme effektiv beschleunigen soll. Weiterhin sind alle Modelle Multi-GPU fähig und bieten komplette Unterstützung für DirectX 10 und Shader Model 4.0.


