Von: S. Eizenhöfer
| 15.12.09 22:00DDR3 Speicher-Roundup
Overclocking und Stabilität
Auf die Benchmarkergebnisse können wir uns also nicht wirklich zu Rate ziehen, wenn es darum geht, uns für ein Modell zu entscheiden. Da wir uns gerne einmal außerhalb der vorgesehenen Spezifikationen bewegen und gerne das letzt aus unserem System heraus kitzeln wollen, sind Komponenten, welche auch unter extremen Bedingungen stabil und sicher laufen unabkömmlich. In Sachen Arbeitsspeicher hat man beim Overclocking des gesamten Systems zwei Optionen: entweder wählt man einen niedrigeren Teiler, um den Speicher nicht aus seinen Reserven locken zu müssen oder aber man achtet darauf, einen möglichst guten OC-RAM zu verbauen. Wir wollen selbstverständlich herausfinden, welcher RAM sich am besten für Option Nr. 2 eignet.
Wie im letzen Kapitel bereits festgestellt, konnte Patriots Produkt den 1.800 MHz-Parcours nicht ganz ohne Abstriche durchlaufen. Was wir auch herauslesen können, ist, dass die Latenzen zwar bei den SuperPi-Tests eine Rolle spielten, sich aber auf alle anderen nur marginal auswirkten. Deshalb werde ich nun lediglich den maximal möglichen Takt für CL9-9-9-24 ermitteln. Die Spannung setzte ich hierzu auf 1,8 V - eine gute Kühlung ist dabei Pflicht. Auf Stabilität werden die Speicher überprüft, in dem sie erneut unseren Hindernisparcours absolvieren müssen. Die dadurch ermittelten Werte sind Richtwerte, jedoch nicht 1:1 auf andere Systeme übertragbar.

Erstaunlicherweise konnte der Patriot-Speicher dort am meisten Punkte sammeln, wo er doch während der normalen Testphase die 1.800 MHz nicht vollständig stabil durchlaufen konnte. Für diesen RAM wirkte sich eine Erhöhung der Spannung am positivsten aus. Bei den anderen beiden Modellen konnten wir trotz 1,8 Volt nur wenig an MHz gewinnen, bei Kingston brachte eine Anhebung sogar garnichts.

