Von: C.Marx

 |  16.09.06 23:53

Corsair Nautilus 500


 


Einbau


Der Aufbau der Nautilus ist in der Tat ein Kinderspiel und von jedem zu bewältigen. Man nehme sich den Kühler und das passende Halterungs-Kit, Mainboard-Ausbau fehlanzeige, und befestige diesem je nach Haltung auf dem Mainboard oder am jeweiligen Retentionmodul.

Sicher sollte man die Wärmeleipaste nicht vergessen. Hat man den Kühler einmal drauf, sollte man die Blende an die Rückseite des PCs einbauen und die Schläche durch die dafür vorgesehenen Bohrungen führen. Als nächstes nehmen wir uns die anderen Enden der beiden Schläuche und versehen sie mit den Ventilen, um sie dann mit der Hauptstation zu verbinden. Zwei letzte Schritte muss man jetzt noch in Angriff nehmen: Zum einen die Kühlflüssigkeit einfüllen und zum anderen muss man noch das Stromkabel zur Station führen.
Dann kann es eigentlich schon losgehen – PC an – Die Pumpe startet mit etwas Verzögerung und das Kühlmittel "schießt" durch die Schläuche. Wenn der ganze Kreislauf dann funktioniert, sollte man noch einmal destilliertes Wasser nachfüllen, dabei sollte der Ausgleichsbehälter aber nicht vollgefüllt sein.

 



Hier kam es während der Tests zu einer kleinen Sensation, denn obwohl die Nautilus offizell keinen AM2-Support bietet, passte sie mit der S939-Brücke perfekt auf das Retentionmodul des AM2's. Dies liegt daran, dass die Brücke auf einer Ein-Nasen-Halterung beruht und diese identisch mit dem Sockel 939 ist.



Performance


Kommen wir nun zu dem, was bei der Nautilus groß beworben wird: Der Performance - 500 Watt soll sie abführen können. Um ihr also richtig einzuheizen, haben wir unseren Athlon 64 X2 von AMD auf respektable 3GHz übertaktet. Dabei erzeugt dieser nicht einmal annähernd 500 Watt. Die folgende Tabelle zeigt, ob sich das Konzept von Corsair bewährt oder nicht.





Wie man jetzt gut sehen kann, ist der kleine Radiator mit dem 3GHz seinen Grenzen nahe.
Nimmt man sich nun aber die versprochenen 500 Watt, die das System abführen soll, kann sich jeder denken, dass dies praktisch nicht realisierbar ist. Der 3GHz Dual-Core nimmt nicht einmal 200W in Anspruch, ist aber schon bei über 50° Celsius. Zieht man jetzt noch heran, dass das System durch weiter Kühler für Grafikkarten erweiterbar ist, zeigen sich schnell Grenzen. Großen Spielraum für Overclocking hat man dann nicht viel. Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir nicht wissen, wie es in dem Kern des Kühlers aussieht und somit kann es auch sein das dieser mit der Abwärme des 3GHz Dual-Core nicht zurechtkommt. Immerhin kann man aber sagen, dass der X2 trotz 50° Celsius stundenlang stabil ohne Abstürze lief.



Fazit

Am Ende hinterlässt die Nautilus einen guten Eindruck. Sicher spricht sie keine Overclocker an, die nach dem Maximum streben. Anwender, die sich den Einzelteile-Stress ersparen wollen, bekommen hier eine kompakte und für alle Momente gerüstete Wasserkühlung. Solang es in einem kleinen Rahmen bleibt, ist selbst Overclocking möglich, nur stößt man dann schnell an dessen Grenzen. Lässt man die Finger von jeglichem Overclocking liefert die "Kleine" Top-Werte vor der sie sich keineswegs verstecken muss. Zu haben ist das gute Stück ab circa 140 Euro (Geizhals), doch ist die Verfügbarkeit in Deutschland sehr eingeschränkt.

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