Von: C.marx

 |  27.04.10 06:02

AMD Phenom II X6 im Test - „Leo“ Plattform soll’s richten!


Fazit:

 


 

Wie immer fassen wir noch einmal alles in unserer Fazit Tabelle zusammen, damit auch nach all der Fülle an Werten ein Überblick möglich ist. Für eine entsprechende Klassifizierung der Prozessoren sorgt wieder unser Leistungsindex. Er bildet sich aus der Summe des synth. Mittelwerts und den drei aufgelistet Einzelleistungen dividiert durch die gesamte Stromaufnahme des Testsystems.

 

Holen wir uns nun das erlebte oder gelesene ins Gedächtnis zurück und gehen noch einmal alles durch, bleibt doch unterm Strich ein positiver Wert stehen. AMD hat es mit seinem neuen Hexacore tatsächlich geschafft zwei zusätzliche Kerne unter die Haube des AM3 Sockels zu packen, ohne dabei die angepeilten 125 W TDP zu überschreiten. Dies zeigen auch unsere Messungen der Stromaufnahme. Gerade einmal 5 W mehr Verbraucht AMDs Phenom II X6 mehr bei aber zum Teil bis zu 48% mehr Leistung.

 

Man könnte meinen AMD hat alles richtig gemacht. Hinzu kommt ein im Vergleich zu Sechs-Kern-Konkurrenz niedriger Preis von nicht einmal 300€ für das Topmodell. Der kleinere Launchprozessor mit dem Namen 1055T und 2,8 GHz soll sogar schon für unter 200€ über den Ladentisch gehen. Auch wenn im Test ersichtlich wurde, dass mit steigender Kernzahl die Programmierung der Software immer wichtiger wird und einige moderne Games mit sechs Kernen sogar überfordert sein können, zeigen sie mit der richtigen Software ihr wares Können. Und so kann sich auch das neuen AMD Topmodell Phenom II X6 1090T mit Leichtigkeit vor AMDs „alte“ Elite setzen. Auch der Turbo Modus weiss zu gefallen, erreicht er doch ohne großes Zutun mal eben bis zu 5% mehr Leistung bzw. noch einmal 0,25 Punkte in unseren Leistungsindex.

 

Unser Fazit fällt also durchaus positiv aus. Für Enthusiasten hat AMD hier endlich mal eine CPU im Gepäck, die es wenigstens etwas mit Intel Core i7 und i5 CPU aufnehmen kann, denn Übertakter-Trieb vollstens zufrieden stellt und dabei keine neuen Rekorde in Sachen Stromverbrauch sprengt oder tiefe Löcher in die Haushaltskasse reisst. Gerade die kleineren Modelle für rund 200€ werden sich daher wohl großer Beliebtheit erfreuen.

 

Schlussendlich fällt es uns nicht schwer dem AMD Phenom II X6 1090T unsere Empfehlung auszusprechen, welche wohl übergreifend für die gesamte Serie stehen darf.

 

 

Kommentare (9)

Ic3M4ster
Datum: 27.04.2010
Interessant.
Wie es zu erwarten war, bringt er bei Spielen nicht großartig viel. Klar, diese sind bisher nicht auf Six-Cores ausgelegt. Dies wird sich jedoch sicher (bald?) ändern.

Aber bei Programmen wie Winrar, welche zum Alltäglichen gebrauch gehören, schlägt er sich um einiges besser wie der alte 4-Kerner.
Da wäre es doch glatt eine Überlegung wert, erst recht wenn der Preis direkt nach dem Release unter 200eur liegt. Und ich denke/hoffe, dieser wird noch weiter sinken, erst recht wenn noch die anderen Modelle releast werden.

Der erhöhte Speicherdurchsatz, lässt darauf schließen, das AMD auch anderweitig noch ein wenig "tuning" vorgenommen hat.


Was mich jedoch ziemlich verwundert:
Er schlägt sich im Overclocking ziemlich gut.
Um einiges besser wie das Vorgängermodell, man konnte knapp 4.4GHZ mit (immerhin) 1.55v erreichen, was ja laut AMD immer noch mehr oder weniger OK ist..
Unter 4GHZ werden knapp 0.1v weniger gebraucht wie beim X4.

Urkman

Datum: 27.04.2010
Preislich wie auch von der Leistung durchaus eine Allternative zu den Hausbackenen Quads.
Es ist natürlich eine Endscheidung des Egos jetzt unbedingt auf einen Sechskerner zu setzen, da im Allgemeinen die meisten Games und auch andere Programme darauf noch nicht optimiert sind, so zeigt es ja auch der Test.
Da sicher die Preise in nächster Zeit wie üblich sinken dürften, kann man getrost abwarten.

Das AMD ganz nebenbei die Performenz der 45nm Kerne verbessert hat finde ich an der Stelle eigentlich schon fast interessanter als die Tasache das es hier um einen Sechskerner geht.
Anscheinend wurde am Speicherkontroller und am Stepping gewerkelt und AMD konnte die Speicherdurchsätze und OC-Verhalten deutlich verbessern und das mit niedrigerer Spannung.
Mal schauen wann die neue Fertigung in ein neues Stepping der bestehenden Quads übernommen wird.

bnomis1

Datum: 27.04.2010
schönes Review, das Teil scheint echt zu überzeugen. Gerade die OC Werte lassen ayf einen deutlich Verbesserten Prozess schließen.

Reggea Gandalf

Datum: 27.04.2010
Wie zu erwarten, schlägt der Thuban keinen i7 bei gleichem Takt.
Den angepeilten Konkurrenten (die Mainstream i7 860 und 870) kann das Topmodell einholen.

Bei CB brauchten sie satte 1,6 Volt für 4,2 GHz. Recht viel auf Dauer für eine 45nm CPU.

invalid

Datum: 27.04.2010
Aber es ist zumindestesn der richtige Weg nach vorne... Ich jedefalls finde meinen gefallen an den sechs kernen. Richtig interessant sind dann jedoch die modell unter 200€ und der später kommende 960T. Alles in allem aber kein schlechter wurf.

Reggea Gandalf

Datum: 27.04.2010
Es sind leider noch zu wenige Anwendungen, die wirklich von den vielen Kernen bzw. Threads profitieren können, das sehe ich bei meinem i7 ja auch.
Ein Schritt nach vorne ist es aber definitiv.
Ich finde den 1055T fast noch interessanter, da der nur um die 200€ kostet.
Hoffentlich passt Intel jetzt die Preise etwas an

shafty

Datum: 27.04.2010
Die Kraft der sechs Herzen:
http://www.chip.de/artikel/AMD-Pheno..._42553403.html

Hab ich gefunden hoffe das darf ich hier reintun

invalid

Datum: 27.04.2010
Der Artikel ist Chip typisch -.- .... ok, lassen wir uns hier nicht an der Chip aus, auch dieses Klientel muss bedient werden. Aber um ehrlich zu sein, selbst die kleinste Reviewpage gibt sich mehr Mühe für so einen Bericht.

NOOC

Datum: 27.04.2010
Der Chip Artikel ist Müll...unser hingegen ist echt super geschrieben.

Das bei den Games kein Leistungsschub von 50 % zu erwarten war ist.
Für Spiele lohnt es sich vor einem Jahr auch nicht sich einen Quad zu kaufen.
In allem anderen hat mich diese CPU echt überrascht ! Das OC Potential, der Turbo, die TDP und der Preis sind echt krass !