In den allermeisten Fällen an der
CPU-Temperatur.
10° Unterschied zwischen den Cores und der
CPU-Temperatur sind völlig normal.
Die Wärme entsteht ja in den Cores, also genau genommen auf dem Die.
Bis zur Kappe muß sie ja schon einmal einen kleinen Weg und somit einen thermischen Widerstand überwinden.
Deshalb kann der Wert, den du für die
CPU-Temperatur ausliest, auch auf gar keinen Fall stimmen. (Drei Ausrufezeichen)
Das mit der Differenz ist ja noch i.O.
Nur das Gefälle geht genau in die falsche Richtung.
Die Narrenkappe, auch Heatspreader, ist grundsätzlich etwas kälter als das Innere der
CPU.
(Im Feuer ists ja auch heißer, als einen Meter davor.)
Stimmt!
Die thermische Spezifikation der Prozessoren ist immer für die
CPU-Temperatur, und eben genau nicht für die Cores angegeben.
Das rührt noch aus der Zeit her, als wegen der Fehlens eines Heatspreaders, beide Werte gleichsetzen konnte.
Wenn die Auslesung der Core-Temperaturen einigermaßen verläßlich scheint, einfach 10° abziehen. So kommt man allen anderweitigen Auslesefehlern zum Trotz doch noch auf eine hinreichend genaue
CPU-Temperatur.
Es ist übrigens völlig ungefährlich die
CPU in einem Temperaturbereich oberhalb der vom Hersteller angegebenen thermischen Spezifikation zu betereiben.
So heiß, daß eine Schädigung des Rechenwerks zu befürchten ist, kann die niemals werden.
AMD hat für CPUs oberhalb 386'er/486'er, (Intel übrigens auch), für diesen Fall die Notabschaltung, die ab mindestens 120°
CPU-Temperatur, meistens aber schon bei etwas kleineren Werten aktiv wird, vorgesehen.
Eine
CPU zu "verheizen" ist somit eigentlich unmöglich geworden.
Wird aber mit gehöriger Erhöhung der Vcore übertaktet, kommt der Effekt der Elektromigration ins Spiel, was so viel heißt, daß das gute Stück schneller altern wird und dann irgendwann die Arbeit einstellt.
Wann das genau sein wird, ist schwer, eigentlich überhaupt nicht. vorhersehbar.
(Rein mathematisch ist nämlich eine halbe Unendlichkeit immer (noch) unendlich lang.)
Keine Angst!
Auch mit Temperaturen oberhalb der Spezifikation wirst Du, weil Dein System ziemlich sicher nicht über viele Jahre durchgängig im 24/7-Betrieb laufen wird, das Ableben der
CPU niemals beklagen müssen.
Selbst der unterdurchschnittliche User nutzt sein System ja nur allerhöchstens 7 bis 8 Jahre, bevor er wegen der Softwareanforderungen sowieso zum Neubau gezwungen wird.
Etwas ganz Anderes aber, daß die
CPU zum Eigenschutz oberhalb der thermischen Spezifikation anfangen wird den "Schongang" einzulegen.
(Bei Intel heißt das Throtteln (Bremsen). AMD hat aber auch so einen Automatismus implementiert, bei dessen Wirksamwerden einfach einige Takte als echte Arbeitstakte ausgelassen werden.
Ergebnis ist bei beiden Fraktionen, daß die Systemleistung gedrosselt, bei wesentlich zu hohen Temperaturen sogar erheblich gedrosselt wird.
Fazit:
Zu hohe Temperaturen schaden eigentlich nicht wirklich.
Gleichwohl ists nicht sinnvoll sie zu erreichen bzw. den Prozessor in einem zu hohen Temperaturbereich arbeiten zu lassen.
Alle Klarheiten beseitigt ...(?)