Ich glaube die meisten hier werden mir recht geben, dass dieser Preis, genauso wie der für Obama, ein politisch motivierter ist, was eigentlich, den Regeln nach, nicht im Sinne des Nobelpreises ist.
Liu Xiabo gehört zu der Gruppe der extremen Rechten in China. Extrem Rechts bedeutet in China, westliche Idealisierung (vor allem Ausgesprochene Unterstützung für den amerikanischen Imperialismus z.B. Irak Krieg) und schonungslose Kritik an China (vor allem natürlich die KP, aber generell Vorwürfe, dass die Chinesische Bevölkerung nicht westlich zivilisiert ist. Liu Xiaobo ist ja vor allem für seinen Ausspruch bekannt, dass China 300 Jahre lang amerikanischen Kolonialismus benötigt)
In China selber haben diese Extremen wenig Rückhalt. Meist sind sie kaum bekannt oder aufgrund ihres polemischen und radikalen Stils sehr unbeliebt. Anders natürlich im Westen. Bei uns werden sie als Fackel der Freiheit begriffen. Ist auch verständlich, sie sind gegen den "Feind" und bewundern uns bei jeder Gelegenheit. Dementsprechend gibt es auch die Anerkennung seitens westlicher Journalisten und die direkte Förderung und Unterstützung der CIA/NED.
Mir stellt sich aber auch die Frage ob Liu Xiaobo wirklich den Preis verdient hat. Man sollte hier keine Umwege machen und ihm direkt der CIA/NED geben. Das ist wirklich unfair gegenüber den fleißigen Bienen im Hintergrund. Liu ist ja nur eine hochstilisierte Symbolfigur ohne nennenswerte Eigenleistung.
Interessant ist auch die direkte Begründung des Komitees.
Quelle: ]
Zitat:
Liu Xiaobo ist über mehr als zehn Jahre ein starker Fürsprecher für die Achtung der Menschenrechte auch in China gewesen. Er nahm an den Tiananmen-Protesten 1989 teil; er war ein führender Autor der Charta 08. In diesem Manifest wurden die Menschenrechte zum 60. Jahrestag der UN-Menschenrechtscharta am 10. Dezember 2008 auch für China eingefordert. Im Jahr darauf wurde Liu zu elf Jahren Haft und zwei Jahren Verlust seiner politischen Rechte wegen "Aufforderung zur Untergrabung der staatlichen Macht" verurteilt. Liu hat stets erklärt, dass das Urteil gegen Chinas eigene Verfassung und zentrale Menschenrechte verstößt. Der Kampf dafür, dass die universellen Menschenrechte auch China umfassen, wird von vielen Chinesen sowohl im Land selbst wie im Ausland geführt. Durch die strenge Strafe, die er bekommen hat, ist Liu zum herausragenden Symbol für diesen breiten Kampf um die Menschenrechte in China geworden.
Irgendwie ist mir alles zu dürftig:
Was hat denn dieser Herr Liu gesagt und getan, um den Preis zu bekommen?
Zitat:
Liu Xiaobo ist über mehr als zehn Jahre ein starker Fürsprecher für die Achtung der Menschenrechte auch in China gewesen
Wo finde ich dafür Quellen? Was hat er zu den Menschenrechten auf der Welt gesagt? Und warum 'auch in China'?
Zitat:
Er nahm an den Tiananmen-Protesten 1989 teil
An den Protesten 1989 haben tausende Chinesen teilgenommen.
Zitat:
er war ein führender Autor der Charta 08
An der Charta 08 haben ein paar hundert chinesische Autoren gearbeitet.
Vielleicht hätte unter diesen Aspekten der Friedensnobelpreis eher an das chinesische Volk als an eine Person verliehen werden sollen !
Die Verleihung des Nobelpreises an Liu Xiabo, ist ein schönes Beispiel wie wie westliche Ideal Vorstellungen hinterfotzig über kulturelle Preise propagiert werden.
Ich finde das nicht in Ordnung und bin klar gegen die Verleihung.
Geändert von uhu (08.10.2010 um 23:55 Uhr).
Folgende 4 Benutzer haben sich für das Thema bedankt:
Respekt Uhu, hast gut recherchiert und mir damit eine völlig neue Ansicht geöffnet.
Und ich gebe Dir eindeutig Recht: Der Nobelpreis wird politisch motiviert verliehen, das ist nicht im Sinne des Erfinders.
Wir werfen den Chinesen eine einseitige Berichterstattung vor, und sind selbst auch keinen Deut besser.
Und ich bezweifle stark, das der Friedensnobelpreis in diesem Fall für Frieden gesorgt hat. Für den Herrn Xiaobo dürfte sich die Lage dadurch eher dramatisiert haben...
09.10.2010, 13:36
QueensDread
Und wieder bemerke ich, wie leicht wir uns von den Medien beeinflussen lassen. Als ich im Fernsehen mehrere Berichte über den neuen Nobelpreisträger gesehen habe, fand ich die Entscheidung gut.
Aber jetzt steht die ganze Sache unter einem anderen Licht. Danke für die guten Recherchen.
15.12.2010, 00:55
BitGNU
Auf Wikipeidia gab es vor der Preisverleihung noch eine Rubrik "Criticism", diese wurde dann aber zensiert, man kann die entspr. Texte noch in der Historie finden. Dort wurden auch nachweisbare Quellen genannt. Kritische Ergaenzungen der Wikipedia Liu betreffend werden nicht mehr erlaubt, das schoene Bild des geheiligten und von allem rein und schon fast heilig gesprochenen Lius soll nicht beschaedigt werden...
Zitat:
Zitat von Wikipedia
Criticism: Changed to reflect a neutral POV
Der absolute Hohn fuer Wikipedia, das zeigt wie "neutral" selbst das ach so gelobte freie Internet "ohne Zensur" ist.
Ich glaube die Welt wuerde aufwachen wenn sie sehen und frei darueber berichtet wuerde was fuer ein Hetzer, unterwuerfiger und Anbiederer der USA Liu in Wirklichkeit ist.
Jetzt ist der deutsche Wikipedia Artikel noch grotesker als er ohnehin schon war- Ein drittel des Artikels beschäftigt sich mit der Abrechnung von Strittmatter und Spengler, warum die deutschen Sinologen nicht in orgastische Zuckungen verfallen, wenn sie den Namen Liu Xiaobo hören.
Daweil ist die Situation der deutschen Sinologen leicht nachzuvollziehen - Es sind Wissenschaftler und keine Journalisten oder Demokratieaktivisten. Wenn man sie nach ihrer Meinung fragt, gibt es auch eine Antwort darauf. Nur gibt es selten bis gar keine Anfragen an Sinologen. Warum? Weil Sinologen über Expertenwissen verfügen und der wissenschaftlichen Verpflichtung unterliegen, sachlich zu bleiben und möglichst objektiv die komplexe Realität darzustellen. Das interessiert aber in den Mainstream Medien keine Sau. Wenn schon Sinologen befragt werden, dann höchstens solche die hauptberuflich Demokratieaktivisten für irgendeine Organisation oder als Journalisten tätig sind und das Gewünschte liefern.
So einfach ist es und man braucht keine Verschwörungstheorien, dass die alle gekauft sind oder verkappte Kommunisten.
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Die Idee von Liu ist die gewalttätiger Kreuzzüge ohne Rücksicht auf die hunderttausenden Menschenopfer, die Privatisierung ohne Rücksicht auf das damit ausgelöste Leid, die Zerschlagung des Zentralstaats ohne Rücksicht auf das Risiko von Bürgerkriegen und ethnischen Pogromen. Man kann die Inhaftierung kritisieren, das Strafmass oder beides. Aber ein Friedenspreis für diesen Mann ist ein Hohn.
Die Publikationen der polemischen Texte finden sich in Chinesisch auf diversen oversea Community Seiten die von Menschenrechtler für Menschenrechtler geführt werden.
Hier eine Publikation von Herrn Liu Xiaobo aus dem Jahr 2005
Quelle: ]
heutzutage ist es am wichtigsten, die bösen zu vernichten und die demokratie zu verbreiten, um weltfrieden und menschenwürde zu verwirklichen. die freie welt hat die pflicht, das feuer der freiheit in die welt zu tragen. ...wie präsident bush sagte: die eliminierung der bösen durch die freien usa ist der garant des friedens und der sicherheit der welt.
die realität der welt nach 911 hat bewiesen, gegen die bösen länder, die nicht parrieren, ist der in dem antiterror kampf entstandene bushismus, die beste methode: im namen der demokratie, präventiv zuzuschlagen. nach 911 hat der bushismus die freiheit gewaltig nach vorn gebracht, die tyrannei in der am schwierigsten zu modernisierenden islamischen welt beseitigt....nach dem tod des alten terrorists jassir arafat gibt es friedenshoffnung in israel..."
Herrlich , das solche Reden von der Presse hier verschwiegen werden !
Geändert von BitGNU (15.12.2010 um 01:05 Uhr).
Folgende User haben sich für den guten Beitrag bedankt:
Das ist doch spätestens seit Obama und seinem Nobelpreis klar.
15.12.2010, 06:51
incredible-olf
Ehm... "Friedensnobelpreis"...Frieden ist aber kein wissenschaftliches Ergebnis ist sondern ein (wenn auch allgemein akzeptiertes) politisches Uiel bzw ein Ideal.
Daran einen Preis zu koppeln ist doch schon der Definition nach politisch motiviert, ein politisch motivierter Preis kann aber nicht ohne politische Motivation verliehen werden.
Kurz um: Ein politischer Preis wird immer politisch vergeben, das liegt in der Natur der Sache.
15.12.2010, 12:30
BitGNU
Zitat:
Zitat von incredible-olf
Daran einen Preis zu koppeln ist doch schon der Definition nach politisch motiviert, ein politisch motivierter Preis kann aber nicht ohne politische Motivation verliehen werden.
Politisch motiviert in dem Sinne, dass der Preis dazu eingesetzt wird um Demokrataktivisten zu unterstützen den es weniger um die Menschenrechte geht, als um die Schwächung des chinesischen Zentralstaates. Das hat ganz einfach nichts mit dem Nobelpreis und Menschenrechten zu tun. Es geht beim Nobelpreis um den philosophischen Gedanken nach dem Naturrecht des Menschen und dessen Allgemein Gültigkeit in der Welt.
Zitat:
Ehm... "Friedensnobelpreis"...Frieden ist aber kein wissenschaftliches Ergebnis ist sondern ein (wenn auch allgemein akzeptiertes) politisches Uiel bzw ein Ideal.
Im heutigen Sprachgebrauch ist Frieden der gewaltfreie Konfliktprozess zwischen Völker und Staaten. Schon allein aus dem Grund dürfte der Nobelpreis nicht an Liu verliehen werden. Er setzt sich nicht für Konfliktschlichtung ein sondern versucht die Masse gegen den Zentralstaat aufzuhetzen - was im Sinne vieler Politiker im Westen ist.
Es gibt in China viele Menschenrechtler die sich vor allem für die Konfliktschlichtung zwischen China und Randstaaten einsetzen, da es dort öfters zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt.
Diese Leute wären weitaus würdiger den Friendspreis zu bekommen.
Folgende 2 Benutzer haben sich für das Thema bedankt: