habe eine Petition, die ich jedem ans Herz legen würde. geht um unser Essen, betrifft bald Kartoffeln und dann auch Mais. Ist kein Witz und die Manipulation sollte nachhaltig auch Auswirkungen auf unsere Gene haben. Die 5min kann sich also jeder nehmen
Kann nur unterstützt werden. Nach der Zulassung von genmanipuliertem Mais kommt als nächstes auch hier Patente auf Gene. Den Wahnsinn, den Monsato in den USA anstellt, will ich hier echt nicht haben :S
27.07.2010, 19:59
fantastic_
Auch direkt mal "unterschrieben".
28.07.2010, 11:26
bambusa
Sehr schön, solange die Folgen so unerforscht sind wie heute, darf man da nicht an Menschen herum experimentieren.
28.07.2010, 20:49
Hardcore-Gouda
Ich bin auch gegen gentechnisch manipulierte Lebensmittel.
Allerdings bin ich auch Biologe und kann die Panikmache wie "Es wird Einfluss auf unser Erbgut haben" nur mit einem Lächeln kommentieren...
Jede Pflanze und jedes Tier das wir zu uns nehmen enthält Gene, seit Anbeginn des Lebens. Hat uns das bisher geschadet?
Bis zur Entdeckung der DNA hat sich darum niemand gekümmert und die Hatz gegen die Gentechnik ist erst seit einigen Jahren in aller Munde.
Was an verändeten Pflanzen nicht gut ist, ist ihr Einfluss auf den Rest des Ökosystems. Da Resistenzen gezielt eingebaut werden könnten sie dadurch einheimische Pflanzen verdrängen und somit auch deren Nutzer.
Natürlich sind die "Gen-Pflanzen" in der Regel steril und können keine Nachkommen produzieren. Allerdings entstehen, wie in allen Lebewesen, manchmal spontane Mutationen, die eine Fortpflanzung ermöglichen könnten.
Darin besteht die Gefahr und nicht in einer Veränderung unserer menschlichen DNA.
Folgende User haben sich für den guten Beitrag bedankt:
Och, gewisse (Denkens- und Verhaltens-)Veränderungen können der Menschheit nur gut tun.
Dass dies nicht durch biologische Pflanzentechnik erreicht werden kann, sollte klar sein
28.07.2010, 21:10
Hardcore-Gouda
Wie meinst du das?!?
29.07.2010, 01:00
Sala
Sagen wir, ein in der Art *grübel* "Vernunft-Gen" einzubauen und es zwangsweise allen zu verpassen.
Schlimmstenfalls verrecken wir bei dem Versuch alle.
Aber das tun wir eh, über kurz oder lang, von daher...
29.07.2010, 08:56
Zafi
Zitat:
Zitat von bolef2k
habe eine Petition, die ich jedem ans Herz legen würde. geht um unser Essen, betrifft bald Kartoffeln und dann auch Mais. Ist kein Witz und die Manipulation sollte nachhaltig auch Auswirkungen auf unsere Gene haben. Die 5min kann sich also jeder nehmen
Was ist so schlimm an einer Genetischen Mutation? Würde es sie nicht geben, würde es den Menschen und auch die Pflanzen und Tiere nicht geben. Sie ist nicht nur Bestandteil unserer Evolution, sondern auch Bestandteil unseres Alltags.
1. Jeder Mensch wird mit einer geringfügigen Mutation geboren. Wir entsprechen nicht etwa 50% der Gene unseres Vaters und 50% der Gene unserer Mutter. Viel eher sind es 49,999999....% der Gene unseres Vaters und 49,9999999.... % der Gene unserer Mutter. Der Rest ist Mutation. Ich bin ein Mutant, du bist ein Mutant. Wir alle sind Mutanten. Aber es kommt noch schlimmer.
2. Ob du es glaubst oder nicht. Unsere Gene mutieren ständig weiter. Positive und negative Einflüsse unserer Umwelt sorgen dafür, dass unser Genmaterial sich ständig verändert. Keiner von uns ist 100%ig die Person, die er von Geburt an war. Wir mutieren fortlaufend und ganz gleich welche Ernährung du zu dir nimmst. Die Mutation wird sich davon nicht aufhalten lassen.
3. Du regst dich deswegen über genmanipulierte Pflanzen auf, weil dir die Werbung sagt, dass du dich über genmanipulierte Pflanzen aufregen sollst. Schließlich ist es lukrativer BIO-Obst und BIO-Gemüse zu kaufen. Daher gibt es auch eine Lobby, die dich mit ihren Mitteln dazu bewegen wird. Genauso wie es eine Lobby gibt, die dir erklärt, du müsstest mit Sakrotan deinen Toiletten-Sitz desinfizieren, mit flour-vergiftiger Zahnpasta deine Zunge schrubben oder mit anti-bakteriellem Spülmittel deine Teller waschen. Es ist so leicht den Menschen vor den bösen kleinen Dingen Angst zu machen, die an dir oder in dich hinein kriechen. Du kannst sie nicht sehen, aber sie sind da. Also kauf BIO-Gemüse, denn nur BIO kann dich retten. ... oder ... du fängst an die Dinge zu hinterfragen, die dir die Gesellschaft aufs Auge drücken will.
4. BIO ist nicht automatisch Schadstofffrei. So enthält es höhere Mengen an Schimmelsporen. Und wer weis was noch...
5. Die Nahrungsmittelpreise steigen sprunghaft an, seitdem der Ölpreis in die Höhe geklettert ist und findige Wissenschaftler herausgefunden haben, dass man genausogut Getreide zum Heizen nutzen kann. Ein Umstand weswegen sich immer mehr Menschen Essen nicht mehr leisten können. Ihr Leben ist abhängig davon, wie gut oder schlecht eine Ernte ausfällt. Auch Hilfsorganisationen bekommen Nahrung nicht automatisch geschenkt und sind auf niedrige Preise angewiesen.
6. Ebenso ist Fakt, dass nicht nur Menschen, sondern auch Pflanzen einer stetigen mutation unterliegen. Und dass auch noch Tag täglich aber-zig-Billiardenfach übers ganze Land verteilt. In jeder Pflanze jedem Insekt und jedem Menschen. Was alles Auswirkungen auf unsere Natur hat. Und dass schon seit Milliarden von Jahren. Willst du dich da allen Ernstes über eine Handvoll neuer Mutationen aufregen...
Sorry, aber ich unterschreib deine Petition nicht.
29.07.2010, 10:35
uhu
Zitat:
Zitat von Zafi
Sorry, aber ich unterschreib deine Petition nicht.
Signed
29.07.2010, 10:36
Hardcore-Gouda
@Zafi
Schön, daß das endlich auch mal jemand sagt und nicht nur immer ich als böser "Befürworter" dastehe
Wie gesagt, ich bin eigentlich auch gegen "Design-Food", da ich denke, daß es andere Mittel gibt um die Effizienz und den Nutzen eines biologischen Produkts zu steigern.
Aber deshalb die Gentechnik zu verteufeln ist vollkommener Blödsinn.
Leider haben die wenigsten Leute auch nur die geringste Ahnung wie oft sie täglich mit Gentechnik in Berührung kommen. Fast jedes "naturidentische Aroma" ist gentechnisch hergestellt, genau wie Kosmetika oder Medikamente.
Allein für das für Diabetiker so wichtige Insulin müssten jährlich 10 Millionen Schweine ZUSÄTZLICH(!!!) geschlachtet werden um den Bedarf zu decken. Und dieses Insulin hätte dann teils heftige Nebenwirkungen.
Dank der Gentechnik kann man sich das allerdings sparen...
Wie du schon gesagt hast ist Mutation ein alltäglicher Prozess, der erst zu unsere Evolution geführt hat. Ohne Mutation wäre alles Stillstand und wir wahrscheinlich nichtmal existent.
29.07.2010, 10:41
bambusa
Hierbei geht es aber um künstlich herbeigeführte Mutationen,keine natürlich entstandenen - diese Folgen sind so gut wie nicht erforscht.
Außerdem muss man Gentechnik in 3 Kategorien einteilen. Hierbei geht es um die Anwendung an Nahrungsmitteln, das "Design-Food".
Die Anwendung in der Medizin (Insulin) und der Industrie (zB Bakteerien in Kläranlagen etc) sind ganz andere Paar Schuhe!
29.07.2010, 11:21
Hardcore-Gouda
Diese künstlichen Inserts ins Genom entsprechen aber trotzdem den natürlich vorkommenden Genen - und die sind eben durch die jahrtausende dauernde Evolution entstanden.
Wir leben also schon immer mit diesen Genen in unserer Umwelt, ohne daß wir einen erkennbaren Schaden davongetragen hätten.
Ich bin AUCH gegen Gen-Food, nur kann ich eben die Panikmache bezüglich unseres ach so empfindlichen Erbguts nicht nachvollziehen.
Meine Anliegen sind eher ökologischer Natur...
Ein Beispiel:
Raps enthält als Brassicacee viele scharfschmeckende Senfölglykoside, die bei der Weiterverarbeitung unerwünscht sind und "mehr Arbeit" machen. Also zertsörte man einige der Gene, die diese Glykoside codieren - der Raps wurde "milder". Die blähenden Eigenschaften von Kohlgewächsen blieben jedoch erhalten.
Wildtiere, die Raps wegen des scharfen Geschmacks nur in sehr geringem Maße konsumierten, fraßen nun sehr viel mehr davon und viele verendeten an Darmkoliken und ähnlichem...
DAS und Vergleichbares macht mir Sorgen und keine spontanen Transformationen der Gene in unsere DNA.
29.07.2010, 11:35
Zafi
Zitat:
Zitat von Hardcore-Gouda
Ein Beispiel:
Raps enthält als Brassicacee viele scharfschmeckende Senfölglykoside, die bei der Weiterverarbeitung unerwünscht sind und "mehr Arbeit" machen. Also zertsörte man einige der Gene, die diese Glykoside codieren - der Raps wurde "milder". Die blähenden Eigenschaften von Kohlgewächsen blieben jedoch erhalten.
Wildtiere, die Raps wegen des scharfen Geschmacks nur in sehr geringem Maße konsumierten, fraßen nun sehr viel mehr davon und viele verendeten an Darmkoliken und ähnlichem...
DAS und Vergleichbares macht mir Sorgen und keine spontanen Transformationen der Gene in unsere DNA.
Ach, dass ist auch so ein Punkt. Da tun viele so, als ob die arme Natur zugrunde geht, wenn der Mensch eingreift. Tatsache ist, dass die Natur sich stetig anpasst. Und unglaublich flexibel ist. Beispielsweise bei Singvögeln, hat man bemerkt, dass sie ihre Tonlage anheben, um den Verkehrslärm der Großstadt zu übertönen. Das geschah nicht etwa über tausende von Jahren, sondern schnell mal einfach so.
Selbst wenn es zum Aussterben einer ganzen Art führen sollte. Was wäre so schlimm daran? Seit Entstehung unseres Planeten sind Milliarden Arten entstanden und wieder ausgestorben. Das ist der Kreislauf unserer Artenvielfalt. Das Arten täglich sterben, ist das normalste auf der Welt. Denn damit schaffen sie wieder Platz für neue Arten, die täglich neu dazu kommen.
Der Mensch hat echt ein Talent darin, nur die negativen Aspekte einer Sache hervorzuheben. Oder sich gar über Dinge aufzuregen die total belanglos ist.
29.07.2010, 12:14
Pitri
Naja ich finds nicht belanglos wenn der Mensch daran schuld ist, dass sich Tierarten anpassen müssen oder gar aussterben.
Dann könnte man ja auch sagen "hey, lasst uns weiterhin die Luft mit unseren Abgasen verpesten, und unser Abwasser in die Flüsse pumpen! Die natur wird sich schon anpassen"
Ist vllt etwas krasser an genmanipulierter Mais, aber vom Grundprinzip dasselbe.
- Ich habe unterschrieben.
29.07.2010, 12:41
Zafi
Zitat:
Zitat von Pitri
Dann könnte man ja auch sagen "hey, lasst uns weiterhin die Luft mit unseren Abgasen verpesten, und unser Abwasser in die Flüsse pumpen! Die natur wird sich schon anpassen"
Ist vllt etwas krasser an genmanipulierter Mais, aber vom Grundprinzip dasselbe.
Ganz im Gegenteil. Du beführwortest mehr Gift auf den Äckern und in den Flüssen, indem du solches Gemüse ablehnst. Und da in Zukunft wegen Überbevölkerung und energetischer Nutzung die Erträge steigen müssen. Werden parallel dazu auch deutlich mehr Gifte eingesetzt.
Schon jetzt musst du "normales" Gemüse abschruben oder schälen und bekommst selbst dann noch mehr Schadstoffe auf den Teller, als wenn du Gen-Food direkt vom Acker ißt. Dass was du dir in Zukunft in den Mund steckst, würde ich nichtmal mit Handschuhen anfassen.
29.07.2010, 12:43
incredible-olf
Zitat:
Zitat von Zafi
Selbst wenn es zum Aussterben einer ganzen Art führen sollte. Was wäre so schlimm daran?
Wenn man überheblich genug ist diese Frage so zu stellen und sich damit anzumaßen als einzelner Mensch entscheiden zu können was für das globale Ökosystem gut oder schlecht wäre, dann ist vllt nix schlimmes dran....oder wenn es einen nicht betrifft.
Leute wie dich mit diesen Fragen will ich sehen wenn...ehm...Kühe und Schweine aussterben...dann wär das Geschrei groß obwohl es auch nur 1-2 Arten sind
Was ist eigentlich wenn eine Art ausstirbt die auch für uns Menschen wichtig ist?
Ach...das passiert ja gerade...naja Atmen wir halt weniger Sauerstoff
Zitat:
Phytoplankton produziert die Hälfte unseres Sauerstoffs und ist Basis für Nahrungsketten. Doch seine Konzentration im Meer schwindet. Schuld sind steigende Temperaturen.
So, aber wir kommen insgesamt vom Thema ab...
Ich halte nix davon nur um des Profits willen Lebensformen die natürlich entstanden sind durch künstlich veränderte (das ist der große unterschied zur natürlichen Mutation!) zu ersetzen, schongarnicht solange man die Risiken nciht abschätzen kann.
29.07.2010, 13:07
Hardcore-Gouda
Aussterben von Tier und Pflanzenarten ist schlimm - da gibt es absolut NICHTS dran zu rüttlen!
Das sich einige Arten in wenigen Verhaltensweisen der raschen Entwicklung anpassen können ist großes Glück für unser Ökosystem.
Leider sind das Ausnahmen - die Regel ist ein Rückgang und letztendlich ein Aussterben.
Die durch unsere Gesellschaft verursachten Veränderung der Umweltverhältnisse schreitet VIEL zu schnell voran um eine genetisch fundierte Anpassung der Tiere und Pflanzen zu ermöglichen.
Erlernte Verhaltensweisen(wie das Beispiel der Singvögel) zur Anpassung sind NICHT genetisch und werden nur von wenigen Tierarten und Individuen angewandt.
Gerade Tiere und Pflanzen mit langen Generationszyklen können nicht Schritt halten und sind vollkommen wehrlos gegen den Ansturm neuer Bedingungen.
Wenn man sagt, daß das Aussterben einiger oder sogar nur einer Tier/Pflanzenart keine Rolle spielt, hat man den Begriff "Ökosystem" nicht verstanden...
29.07.2010, 13:18
Zafi
Zitat:
Zitat von incredible-olf
Wenn man überheblich genug ist
] Wie überheblich findest du das?
Ihr wollt die Welt retten, doch lasst ihr dafür die Menschen sterben.
29.07.2010, 13:28
zecke666
Zitat:
Zitat von Zafi
] Wie überheblich findest du das?
Ihr wollt die Welt retten, doch lasst ihr dafür die Menschen sterben.
oh man,komplett am thema vorbei.
es gibt genug zu essen für alle .dazu muss man keine nahrungsmittel manipulieren!
man kann/sollte sie eventuell besser verteilen.
oder in den betreffenden ländern halt die möglichkeiten schaffen ,das man sich dort selber ernähren kann.z.b. wasserleitungen legen,brunnen bohren ect.
oder z.b. diese unsäglichen subventionen endlich sein lassen.
wo zb. milchpulver subventioniert wird und daraufhin jegliche versuche der einheimischen bevölkerung blockiert werden, eine eigenversorgung aufzubauen ,weil sich viehhaltung dann nicht lohnt!
das schlimme daran ist ja ,das diese probleme bekannt sind ,und aus reiner profitgier und machtinterressen ignoriert werden.