Eine allumfassende Analyse traue ich mir nicht zu.
Ich lebe hier ja erst (fast) drei Jahre.
Auch eine umfassende Analyse der deutschen Verhältnisse kann ich nicht machen.
Aber immerhin habe ich da (fast) 50 Jahre gelebt und längere und kürzere Jobs in allen möglichen Lohn- und Gehaltsklassen bzw -Gruppen durch.
Übrigens bin ich in DE, zumindest meines akademischen Grades nach, Diplom Volkswirt.
Hier hab ich mir das bisher noch nicht anerkennen lassen.
Wozu auch?
Ich lebe ja nicht für irgendeinen Standesdünkel.
Und noch einmal sowas wie eine Karriere starten, will ich nicht mehr.
Höchstens meinen eigenen kleinen Betrieb.
Und das ist ja von irgendwelchen Diplomen völlig unabhängig.
Also geringschätzig auf jemanden herunter blicken, der umständehalber mal einen in DE eher gering geschätzten Job macht, ist also weder nötig, noch angebracht.
Als Lösungsvorschlag war mein Post sowieso nicht gedacht.
In dieser Beziehung hab ichs mal wirklich gut.
Ich bin raus.
Ich muß keine Lösung finden.
Wie weit die Schere zwischen Armut breiter Massen und Reichtum einiger Weniger noch aufklappen muß, bis sich Deutschland mal wirkliche Volksvertreter wählt, bis Gewerkschaften nicht nur kleine unbedeutende Störfaktoren im Prozess der Verwertung des Kapitals sind, muß mich nicht mehr unmittelbar interessieren.
Für mich ists der gesetzliche Mindestlohn, der den Unterschied macht.
Und der ist in Deutschland nun mal nicht gewollt.
@Pitri
Ich kann natürlich nur sagen, wie es im VW-Werk Baunatal/Kassel ist. Hier werden Arbeitskräfte definitiv nicht mehr direkt vom Werk beschäfftigt, sondern kommen ausschließlich nur noch aus der Haus eigenen Zeitarbeitsfirma.
Natürlich wird auch in Baunatal der Qualifizierte eigen Auszubildende im Anschluß seiner Lehre übernommen, aber auch nur die guten, wer es gerade so geschafft hat, darf sich anderen Orts nach Arbeit bemühen.
Letzten Endes muß VW auch so verfahren, schließlich brauch ein Industriebetrieb wie VW Fachräfte, die sie nur zu logisch, selber ausbilden.
@BitGNU
Ich finde es schon treist, dass du glaubst Argumente können nur gemacht werden, wenn derjenige über die nötige Ausbildung/Studium verfühgt, die nahe am Thema ist.
Jeder der Augen im Kopf hat und ein Hirn, dass auch zum selbstständigen denken taugt, wird auch eins und eins zusammen zählen können.
Gerade die kleinen Leute sind es, die sich Tag für Tag mit den Abgründen des täglichen Daseins herum schlagen müßen. Diese Personengruppe sitzt am Puls unserer Gesellschafft und bekommt alles sofort am eigenen Leib zu spühren.
Alle anderen, sich in höheren Gesellschafftlichen Schichten befindlichen, einschließlich unserer lieben Politiker haben so oder so jeden Hang zur Realität verloren. Da geht es nur noch darum sein eigenes Säckel so schnell und so voll wie möglich zu bekommen.
12.11.2010, 23:26
Pitri
Nagut, in Kassel werden ja auch nur Komponenten gefertigt. Da werden die Auswahlkriterien bzgl. Arbeitnehmer auch anders ausgelegt sein, als bei der Endmontage der Fahrzeuge wie z.B. in Hannover oder Wolfsburg.
13.11.2010, 08:19
BitGNU
Zitat:
Zitat von Urkman
@BitGNU
Ich finde es schon treist, dass du glaubst Argumente können nur gemacht werden, wenn derjenige über die nötige Ausbildung/Studium verfühgt, die nahe am Thema ist.
Jeder der Augen im Kopf hat und ein Hirn, dass auch zum selbstständigen denken taugt, wird auch eins und eins zusammen zählen können.
Klar, unsere Poltiker sind natürlich alle unfähig. In wirklichkeit Ist das Problem doch einfach zu lösen, einfach mal "eins und eins" zusammen zählen.
Warum gehst du nicht in die Poltik und löst unsere Probleme?
Ich glaube dass Leute ohne entsprechende Bildung in dem Bereich, keine ( zumindest keine produktiven ) Argumente vorbringen können. Wenn du mich vom Gegenteil überzeugen kannst, ändere ich dazu meine Ansicht.
Geändert von BitGNU (13.11.2010 um 08:29 Uhr).
13.11.2010, 08:29
Urkman
In diesem Thread geht es nur zweitrangig um Politik, in erster Linie steht die Frage nach den Gründen für die "Billiglöhne" im Raum.
Dann mal ganz nebenbei, bin ich Mitglied einer Partei und engargiere ich mich auch in Sachen Politik.
13.11.2010, 13:39
Reggea Gandalf
@BitGNU:
Und wenn man studiert hat, ist man automatisch klüger, ja ?
Naja, Einbildung ist auch eine Bildung, nicht wahr ?
13.11.2010, 14:00
Pitri
Schubladendenken halt...
13.11.2010, 14:20
Sala
Zitat:
Zitat von BitGNU
Ich glaube dass Leute ohne entsprechende Bildung in dem Bereich, keine ( zumindest keine produktiven ) Argumente vorbringen können. Wenn du mich vom Gegenteil überzeugen kannst, ändere ich dazu meine Ansicht.
Korrekt. Richtig. Das glaube ich auch.
Wer nicht politisch und vor allem wirtschaftlich qualifiziert ist, sollte seinen Posten räumen.
So zum Beispiel:
] mit einem "Rite" (Note 3, die zweitschlechteste von 5 (0-4)) im politischen Neben(zwangs)fach der Dissertationsarbeit in der DDR.
] : Jurastudium, Dissertation über Parteienrecht.
] mit einer Firma von "ungefähr 3 Mitarbeitern" (so genau wusste er das wohl selber nicht) und einem schlappen Umsatz von €25.000/Jahr. Umsatz. Nicht Gewinn!
Danach im Aufsichtsrat der Rhön Klinikum Gruppe. Wie es der Zufall will, hält die Familie 26,5% der Aktien
] mit Jura-Staatsexamen, Promotion ebenfalls nicht politisch/wirtschaftlich, sondern informelle Kartellamtsverfahren (Recht).
]
Das waren 5 der ersten 6 aus der Kabinettsliste und das ließe sich exakt so fortsetzen.
Der einzige Ökonom unter diesen ersten 6 ist Wolfgang Schäuble. Deshalb befindet er sich auch nicht in der obigen Liste
Ja, BitGNU, hier ist die eindeutige von dir geforderte Fachkompetenz klar zu erkennen.
Was sagt jetzt deine eigene Schlussfolgerung über die Produktivität der Argumente der von mir aufgeführten Personen aus?
Mit Verlaub und Verbeugung,
Sala
(Der das Threadthema nicht töten möchte, diesen Einwurf hingegen für angebracht hielt).
Folgende User haben sich für den guten Beitrag bedankt:
Danke Sala, immer wieder eine Freude, deine Beiträge zu lesen.
Und sorry für OT
13.11.2010, 18:26
BitGNU
Zitat:
Zitat von Reggea Gandalf
@BitGNU:
Und wenn man studiert hat, ist man automatisch klüger, ja ?
Nicht klüger , aber gebildeter.
Geändert von BitGNU (13.11.2010 um 18:30 Uhr).
13.11.2010, 22:27
Urkman
Warum soll jemand der Studiert hat automatisch gebilderter sein? Klar, er wird über das was er Studiert hat, sicherlich viel wissen, aber eben nur über das.
Ein Studium besagt noch lange nicht, dass man einen "gebildeten" Menschen vor sich hat. Ich finde schon alleine das Wort "gebildet" sehr relativ.
Jeder wird mir zustimmen, dass man bei uns einen Buschmann aus Afrika als nicht gebildet einstuffen würde. Nimmt man jetzt aber einen "gebildeten" Mitteleuropäher und steckt ihn in die Afrikanische Sawanne, ohne weiter Hilfsmittel, so wird er sicher nicht lange überleben, ein Wissen, oder auch eine Art von Bildung die diese Busch-Leute aber haben. Wer ist nun in diesem Fall der gebildete? Ergo, alles relativ
Folgende User haben sich für den guten Beitrag bedankt:
Denke nicht, dass jemand akademisch gebildet sein muss, um über Fähigkeiten zu verfügen eine Gesellschaft zu managen. Jede Hausfrau mit 4+ Kindern kann das wohl bestätigen.
Mir ist klar, dass hier eine Frage gestellt wird, die man nicht so ohne Weiteres beantworten kann.
Es ist wichtig (für jeden, auch für mich) nicht alles zu glauben was es zu lesen gibt.
Für mich ist die Kernfrage immer gewesen: "Wieso ist das so oder so oder so? Wieso wird dies so und jenes so gemacht, obwohl es für einen vernünftigen Menschen völlig unlogisch erscheint?"
Wir begründen das damit, dass wir nicht die Fachkompetenz haben. Ich halte das für eine Ausrede (von uns) und für eine faustdicke Lüge (von oben).
Diese Frage führt natürlich zu einem massiven Informations-Input wenn man geneigt ist, zu suchen.
Für einen interessanten Ansatz befinde ich dieses Video. Auch das ist selbstredend nur der Ansatz einer Erklärung. Einmal etwas anders, weil es sich mit unserem Wertesystem beschäftigt anstatt finanziellen Systemen.
Gleichzeitig erschlössen sich auch gewisse andere politische Ausprägungen der letzten Zeit.
Es könnte Anfänge von Antworten liefern und ist dabei .. hm.. irgendwie logisch. Die 7 Minuten sollte man haben. Es für Blödsinn zu erklären, na, das kann man hinterher immer noch.
Einfach mal ansehen und selber 'nen Kopf drum machen.
p.s.: Der Sprecher ist nicht sehr rhetorisch oder intonationsfreudig begabt. Leider.
]
]!
Letztendlich läuft es darauf hinaus, was Horst Seehofer, Bundesgesundheitsminister ausser Dienst, in einem Frontal-Interviev freimütig zugab.
Horst Seehofer sollte als Minister wissen, wovon er spricht (nur falls jemand diese Quelle in Frage stellen möchte).
Lassen wir den Herren selbst zu Wort kommen:
]
Das Fazit aus allem ist eigentlich klar:
Regiert werden wir nicht von den Puppen in Berlin, deswegen brauchen die auch keine Fachkompetenz.
Regiert werden wir von den Banken, Konzernen und ihren Lobbies.
Die bestimmen die Löhne.
Deshalb sind die Löhne niedriger, als sie es einst waren (kann man sogar in bereits geschönten Statistiken nachlesen).
Für die Konzerne ist das kein Problem. Für den Staat schon. Der Staat, das sind WIR. Die Konzerne gehören nicht dazu.
Die Ausbeutung wird von oben betrieben, nicht von unten.
Über 300 Milliarden für die Atomlobby. Knapp 200 Milliarden für die Hypo Real Estate.. nur ein paar wenige Beispiele.
Die Ausgaben für Arbeitslose bilden dagegen einen verschwindend geringen, winzigen Teil.
Im Gegenteil. Das, was die Konzerne an Löhnen spären, das schenken wir ihnen über die Steuern noch dazu!
Jeder 1€-Job wird mit einem monatlichen GEschenk von ~€500-~700 an den Arbeitgeber begleitet.
WIR, der Staat, zahlen dafür, dass Menschen in Firmen arbeiten.
Konzerne sparen Löhne, zahlen wenig, die Aufstockung geschieht... genau.. aus Steuermitteln.
Wieder zahlen wir. Damit die Gewinne der Konzerne anwachsen.
Sind wirklich immer "die Arbeitslosen" an allem Schuld? Sind wirklich immer "die Ausländer" an allem Schuld?
Nach allem, was man offenen Auges sehen kann, muss diese Frage verneint werden. Einfach anhand der Sachlage.
Was meint ihr wie die sich freuen, wenn wir Bürger uns über sowas den Kopf einschlagen und uns untereinander streiten, wo wir doch alle im selben Boot sitzen. Anstatt jene verantwortlich zu machen, die verantwortlich sind?
Selbstverständlich stellen solche Informationen Weltbilder in Frage. Nur, wer hat uns denn unsere Weltbilder eingeimpft?
Und tut es noch?
p.s.: Mehr hab ich zum Thema eigentlich nicht zu sagen und auch keine Lust, hier Auseinandersetzungen zu führen.
Von daher...
Infos suchen, lesen, denken, Schlüsse ziehen. Und wenn man sich mal irrt.. na und? Halb so schlimm. Besser sich irren als unkritisch die Müllseuche der Medien fressen und dran verrecken.
p.p.s.: Der Wahrheit halber zugegeben: Mir wäre eine Regierung aus Mitgliedern dieses Forums lieber als die der Flaschen da oben, die sich als Volksvertreter ausgeben, aber keine sind.
Wieso? Weil die meisten hier wohl nicht vergessen haben, was Menschlichkeit ist. Allein das qualifiziert sie.
Geändert von Sala (14.11.2010 um 03:46 Uhr).
Folgende 5 Benutzer haben sich für das Thema bedankt:
Warum soll jemand der Studiert hat automatisch gebilderter sein?
Die Frage erklärt sich von selbst.
Ich habe damals vor dem Studium auch nur ein Handwerksberuf erlernt, ich kann also ganz gut beurteilen dass ein Studium den Horizont ungemein erweitert.
Habe aber jetzt auch keine Lust mehr das weiter zu erläutern, wenn man nicht studiert hat, weiß man auch nicht wovon man redet.
Wie sagte Albert Einstein?
der horizont vieler menschen ist ein kreis mit radius null und das nennen sie ihren standpunkt
Und Henry Ford
weil denken die schwerste arbeit ist die es gibt, beschäftigen sich auch nur wenige damit
Zitat:
Nimmt man jetzt aber einen "gebildeten" Mitteleuropäher und steckt ihn in die Afrikanische Sawanne, ohne weiter Hilfsmittel, so wird er sicher nicht lange überleben, ein Wissen, oder auch eine Art von Bildung die diese Busch-Leute aber haben. Wer ist nun in diesem Fall der gebildete? Ergo, alles relativ
Der Erwerb von Fähigkeiten liegt in der Wiederholung.
In deinem Vergleich geht es um Instinkte und Erfahrung, hat in erster Linie nichts mit Bildung zutun.
Was für schwache Vergleiche.
Geändert von BitGNU (14.11.2010 um 11:45 Uhr).
14.11.2010, 11:56
Urkman
Zitat:
Zitat von BitGNU
Die Frage erklärt sich von selbst.
Ich habe damals vor dem Studium auch nur ein Handwerksberuf erlernt, ich kann also ganz gut beurteilen dass ein Studium den Horizont ungemein erweitert.
Habe aber jetzt auch keine Lust mehr das weiter zu erläutern, wenn man nicht studiert hat, weiß man auch nicht wovon man redet.
Und ich habe vier Ausbildungen gemacht und bin gerade dabei für eine dieser Ausbildung die Ausbildereignungsprüfung zu machen, damit ich Lehrlinge ausbiden kann und darf.
So, und was willst du mir und den anderen nun mit deinem Studium beweisen, außer das du in einer Fachrichtung eine sehr gute Theroretische Ausbildung gemacht hast?
Es gibt viele Dinge im Leben die einem dem Horizont erweitern, dass sagt aber alles letzten Endes nichts über die Bildung aus, außer das jemand in einer Richtung eine gute Bildung hat.
Mein Beispiel über die Buschleute ist im übrigen sehr gut gewählt und mit Instinkten hat das auch sehr wenig zu tun, denn es handelt sich auch bei den Überlebensfähigkeiten dieser Personen über eine erlernte Fähigkeit, also auch um ein Bildungsgrad, nur das er für unsereins völlig unwichtig ist, aber genauso unwichtig ist es für einen Buschmann zu wissen wie man die Statik eines Hauses ermittelt oder wie man den Verbrauch eines Motors senkenken kann ohne auf Leistung zu verzichten...usw.
Im übrigen gibt es viele Studeten die meinten nur weil sie Studieren sind sie schlauer als andere, ein böser Irrtum, denn der beste Lehrer ist das Leben.
14.11.2010, 11:58
Mauszilla
Studieren (lateinisch studere: „(nach etwas) streben, sich (um etwas) bemühen“) setzt Imho kein Hochschulstudium voraus und ist Jedem Mensch der an etwas Interesse hat möglich.
In so fern ist die Aussage, das Studierte Menschen gebildeter sind richtig und doch Falsch, da bei dem Wortlaut "studierte Menschen" automatisch an ein Hochschulstudium gedacht wird
Das wir schon seit Jahrzehnten keine Volksvertreter mehr haben, sollte jedem halbwegs intelligenten Menschen klar sein. Das wird sich auch durch Neuwahlen nicht ändern. Ändern könnte es nur, indem man den endgültigen Gesetzbeschluss in Volkshand legt.
Wer mag kann gerne auch mal die heutige Situation mit George Orwells "1984" vergleichen, dem dürften ganze Kronleuchter aufgehen.
14.11.2010, 12:03
Horst58
Zu Post #53:
Irgendwie schon richtig.
Irgendwie aber eben auch nicht ...
Das ist wie mit Fertigkeiten und Fähigkeiten.
Oder anders gesagt:
Ein hoch gebildeter Mensch kann trotzdem ein richtiger "Fachidiot" sein und bleiben.
Aber mit der Findung der Gründe für sogen. "Billiglöhne" hat der Streit um Bildung und deren Konsequenzen nach meiner hier unmaßgeblichen Meinung nicht wirklich viel zu tun.
Das das Kapital faktisch alle gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmt, solange keine Kräfte dieser Hegemonie wirksam Einhalt gebieten, erkennt man ganz sicher auch ohne irgend etwas Spezielles studiert zu haben.
Und das es da in Europa halt, was diese Kräfte und deren Stärke angeht, erhebliche Unterschiede gibt, findet jeder mit dem nötigen Interesse auch ohne Diplom, Doktorgrad oder Professur heraus.
Folgende User haben sich für den guten Beitrag bedankt:
Erstmal sorry, dass ich den Post auseinanderpflücke. Eigentlich ist mir sowas zuwider, aber fand ihn sehr interessant. In positiver Hinsicht.
Zitat:
Zitat von BitGNU
Die Frage erklärt sich von selbst.
Ich habe damals vor dem Studium auch nur ein Handwerksberuf erlernt, ich kann also ganz gut beurteilen dass ein Studium den Horizont ungemein erweitert.
Ja, das steht völlig außer Frage. Wenn man trotzdem die studiumsspezifischen Fachkenntnisse beiseite läßt, bleibt einem außerdem noch das Wissen darum, mit welcher Methodik man sich effektiv Wissen in Form von Quellen/Quellenkritik aneignet und verwertet.
In dieser Hinsicht geb ich dir völlig Recht.
Zitat:
Zitat von BitGNU
Habe aber jetzt auch keine Lust mehr das weiter zu erläutern, wenn man nicht studiert hat, weiß man auch nicht wovon man redet.
Das hört sich auf den ersten "les" elitär an, aber BitGNU meint es sicher nicht so, wie man es verstehen könnte. Siehe oben... da ist was dran. Siehe..ääh.. unten +g+
Zitat:
Zitat von BitGNU
Wie sagte Albert Einstein?
der horizont vieler menschen ist ein kreis mit radius null und das nennen sie ihren standpunkt
Und Henry Ford
weil denken die schwerste arbeit ist die es gibt, beschäftigen sich auch nur wenige damit
Damit schließe dann auch bitte dich selbst ein. Weiß nicht, wie es hier gemeint war, ob nur auf andere gemünzt oder allgemein gesagt. Intentionen lassen sich in schriftlichen Posts mangels Tonfalls oft schwer nachvollziehen.
Wir sind alle, ohne Ausnahme, in besimmten Bereichen komplette Idioten mit dem geistigen Radius Zero.
Kritisiere dein eigenes Denken, wie ich meins kritisiere.
Auf Argumente kann man eingehen und sie nachvollziehen. Wird auf Argumente nur mit persönlichen Angriffen reagiert während die Argumente an sich ignoriert werden, ist jede Diskussion fruchtlos. Eigene Erfahrung als "Täter" und als "Opfer".
pspspsps.: Das ist nicht auf dich oder deinen Post gemünzt, nich missverstehen bitte.
(Dazu hab ich übrigens eine interessante Studie von Politikwissenschaftler Brendan Nyhan, University of Michigan gelesen... wäre evtl. nen Thread wert wenn es wen juckt.)
Zitat:
Zitat von BitGNU
Der Erwerb von Fähigkeiten liegt in der Wiederholung.
In deinem Vergleich geht es um Instinkte und Erfahrung, hat in erster Linie nichts mit Bildung zutun.
Was für schwache Vergleiche.
Fand den Vergleich nicht schwach.
Deiner Interpretation nach wäre Bildung nicht = Erfahrung?
Sehe ich anders.
Auch: Bildung wird ebenfalls durch Repetieren erworben, das kann dir jeder Schüler mit leidvollem Blick auf seine Hausaufgaben bestätigen. Manch einer kann das schneller, manch einer langsamer.
Um hier wieder den Unterschied zur akademischen Bildung zu markieren: Studium ist eben nicht größtenteils Aneignung von reinem (Fach)Wissen. Gut ich gebe zu: Das ist wohl auch Fachrichtungstechnisch bedingt. Ein Mediziner muss sich wohl zwangsweise mehr fertige Pillen einwerfen als einer aus dem kreativen FB Gestaltung.
Was mir persönlich auffiel war, dass so einige Kommilitonen auch nach X Semestern noch nicht gemerkt hatten, dass sie sich zum selbstständigen Denken erziehen / erzogen werden sollen anstatt den Stoff fraglos zu schlucken und unverdaut wieder auszuscheiden. Wie auf der Schule gehabt halt. Dauert bissl, bis manche da den Geistesblitz haben. Hab mich selbst von den Profs gut 2 Semester lang gut vera****en lassen bis zur Erkenntnis.
Was mein Geschwurbel mit dem Thema zu tun hat?
Keine Ahnung!
Bissl arg OT...
Fazit vergessen, damit das nicht fehlgedeutet wird (Damit krieg ich auch wieder die Kurve zum Thema):
Ich denke, eine akademische Bildung eröffnet im allgemeinen eine besondere, andere Sichtweise. Ja.
Aber, ein dickes fettes "aber":
Was ich auf keinen Fall behaupten oder nur im Ansatz anklingen lassen möchte ist, dass eine akademische Bildung
a) die Voraussetzung für gesellschaftliche Verantwortungs- oder Verwaltungsfähigkeit ist.
b) jemanden befähigt, sich abgehoben, eben elitär zu fühlen und zu meinen nur deshalb etwas Besseres zu sein
c) die Fähigkeit verleiht immer "Recht zu haben"
In Deutschland und auf der ganzen Welt ist es so, dass in den Etagen meistens Akademiker sitzen.
Das ist eigentlich ein Armutszeugnis für alle Akademiker.
Denn haben es diese doch geschafft die gesamte Welt in den Ruin zu treiben (USA über 80 Billionen Dollar Gesamt-Außenstände.. nur z.B.).
Diese haben es geschafft, dass Krieg in Deutschland wieder salonfähig ist.
Diese versuchen gerade verzweifelt, uns einen Überwachungsstaat aufs Haupt zu drücken.
Dazu versuchen sie, uns auf niederste Weise massiv Angst zu machen, bis wir ihren Blödsinn akzeptieren.
Ich bitte dich, BitGNU. Mit den Menschen in diesem Land ist bis auf ihre manipulativ gesteuerte Angst und verwirrung alles in bester Ordnung.
Der Fisch, BitGnu, der Fisch stinkt vom Kopfe her, wie man das so sschön sprichwörtlich sagt. Vom akademischen Kopfe her wenn du so willst. Und das ganz gewaltig.
Geändert von Sala (26.11.2010 um 18:23 Uhr).
Folgende User haben sich für den guten Beitrag bedankt: