So ist es.
Man folge dem Link in meiner Signatur, nehme zudem zur Kenntnis, dass dies mit Linksextremismus nichts zu tun hat und informiere sich.
Oder aber auch hier: ]
Was mich persönlich interessieren würde, falls das jemand weiß oder einen Link bereit stellen könnte:
Wieviel ist wann und an wen gezahlt worden und in welcher Höhe belaufen sich die geleisteten (erfüllten) Bürgschaften, die bis dato auch nicht zurückgezahlt worden sind.
Banken und andere Firmen hoppsgehen lassen und dann noch mehr unverschuldete Arbeitslose?
02.06.2010, 12:08
Sala
Wäre das wirklich geschehen? Oder wird nur behauptet es wäre, damit man an Steuergelder kommt, welche man sonst nicht erhalten hätte?
Wer von uns weiß das?
Der Markt ist kein starres, zentral lenkbares oder wertbar böses Ding.
Der Markt ist flexibel und dynamisch und wenn irgendwo Profit zu machen ist, füllt er die Lücke aus und sucht diesen Profit. Steuerbeihilfen sind Profit. Mindestens durch die damit erarbeiteten Werte, selbst wenn man eines Tages zurückzahlen muss.
Beispiel : Weshalb befindet sich in deiner Nähe ein Supermarkt? Eigentlich in der Nähe von nahezu jedem von uns? Weil man damit Profit machen kann.
Das ist der einzige Grund. Sonst wäre es ja finanziell gesehen ziemlich dämlich, dort einen Supermarkt hinzustellen.
Gleicher Ansatz, andere Frage : Wenn mir eine Institution (i.d.F. "Staat") Geld bietet, warum soll ich es nicht annehmen, wenn ich die Möglichkeit habe? Das nicht zu tun, wäre meinerseits dumm.
Aber wie auch immer, das System an sich ist die Ursache. Und "das System" wiederum bilden wir Menschen in der Gesamtheit.
Daraus folgt, soll sich das System ändern, müssen sich die Menschen ändern.
Werden sie das tun? Niemand von uns kann sich jetzt hinstellen und sagen "Ja." Tun wir nicht. Warum auch? So wie es ist, ist es bekannt und bequem. Wir suchen nach "mehr" und "Profit".
Lasst doch die Banken zusammenbrechen, weshalb nicht? Angst, das fette Leben, den Privatwagen etc. aufgeben zu müssen? Das wird sowieso kommen, magerer werden, ein Rundumblick sollte genügen.
Bei den ach so armen Banken & Kreditinstituten knallen doch schon wieder die Sektkorken und dicke Boni werden ausgeschüttet.
Beispiel Goldman Sachs : Gewinn 2,3Mrd US$, gleichzeitige Ausschüttung an Vorstand 4,8Mrd US$. Staatliche Beihilfe 10Mrd US$.
(Man holt sich das Geld eben dort, wo es sich anbietet. Siehe oben. Funktioniert.)
02.06.2010, 13:53
incredible-olf
Zitat:
Zitat von Sala
Werden sie das tun? Niemand von uns kann sich jetzt hinstellen und sagen "Ja." Tun wir nicht. Warum auch? So wie es ist, ist es bekannt und bequem. Wir suchen nach "mehr" und "Profit".
Das lässt sich mit Sicherheit auch nur über den kleinen Teil der Menschheit sagen der in den 'reichen' Staaten lebt.
Der Großteil der Weltbevölkerung hat andere Sorgen als größere Autos und noch schnelleres Internet
Entfernt man sich mit dem Begriff "Streben nach mehr" mal von einer mehr oder weniger glaubhaften Vergleichsgröße als Ersatz für den direkten Tauschhandel (das geht ironischerweise relativ gut) indem man sich die Konsequenz von "mehr Geld" anschaut, dann (und nur dann) kann man eine allgemeingültige Aussage über Menschen treffen. Nämlich das Streben nach einer Verbesserung der Lebenssituation (wer keine existenziellen Problem hat sucht folglich nach Komfort / Luxus).
02.06.2010, 14:33
zecke666
und wieder die frage!!! wo bzw.bei wem, haben sogut wie ALLE staaten ,die schulden????!!!
und wer wird verhungern ,wenn die schulden nicht bezahlt werden???!!
02.06.2010, 14:40
Sala
Zitat:
Zitat von incredible-olf
Das lässt sich mit Sicherheit auch nur über den kleinen Teil der Menschheit sagen der in den 'reichen' Staaten lebt.
Der Großteil der Weltbevölkerung hat andere Sorgen als größere Autos und noch schnelleres Internet
Dummerweise besitzen aber ausgerechnet diejenigen das Quantum an Macht und Einfluss, um den Status Quo für alle aufrecht zu erhalten.
Wieso geht es überhaupt schon wieder nur um privaten Besitz? Das meine ich auch, wenn ich von "mehr" und "Profit" rede. Dass jeder nur an seine eigenen Schafe denkt, nicht über seinen Horizont hinausgeht und dabei nur allzugern die Ausbeutung der Besitzlosen übersieht.
Frag mal den Großteil, was er vom System hält. Frag die chinesische Arbeiterin, die sich von VW, Foxconn oder sonstwelchen Elektronikfirmen, deren Produkte wir nur allzugern kaufen, ausbeuten lässt, und die dafür 12 Stunden am Tag an 7 Tagen die Woche am Fließband sitzt und dafür ein paar Yüan bekommt. Frag sie, was sie von diesem System hält.
Aber geht ja hier eigentlich um Wirtschaftskrise, oder?
Geändert von Sala (02.06.2010 um 14:47 Uhr).
15.06.2010, 21:43
Sala
Wir haben hier mehrere Threads, in welche der folgende Artikel passen würde...
Allerdings erachte ich den Aspekt, dass (statistisch!) durch die "Krise" die "Mittelschicht" entgegen dem Trend wieder ein wenig anwuchs für eine Rechtfertigung, ihn hier zu platzieren.
Zitat:
Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in Deutschland immer größer. Die Zahl der armen Haushalte nimmt nicht nur zu - sie werden im Durchschnitt auch immer ärmer. Bei den Spitzenverdienern ist die gegenteilige Entwicklung festzustellen. Es gibt immer mehr Reiche, die zudem stets reicher werden. Die Mittelschicht hingegen schrumpft. Manchen Angehörigen der Mittelschicht gelingt es zwar, zu den Topverdienern aufzuschließen - doch deutlich mehr steigen zu den Niedriglöhnern ab. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).
]
Soso, auch Statistikinstitute bemerken langsam das zwangsläufige Wesen des kapitalistischen Systems...
Allerdings ist der Artikel selbst nicht das wirklich Interessante, wie so oft in der TAZ. Viel mehr sind es einige der Kommentare. Durchaus lesenswert.
In diesem Zusammenhang sei auch noch ein anderer Artikel empfohlen, welcher sich mit der Vermögens"um"verteilung in den "neuen Bundesländern" beschäftigt.