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Alt 14.05.2009, 07:53
Benutzerbild von Pitri
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Pitri
 
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Chef scheint mich mobben zu wollen, was tun?



Hey,

Ich hab derzeit ein ganz delikates Problem. Und zwar mein Chef. Er scheint mich nicht zu mögen und lässt keine Gelegenheit aus, mir ein reinzuwürgen.

Folgendes ist vorgefallen:

Ich arbeite am HochBand bei Volkswagen, und übe demnach Tagtäglich, 8 Std am Stück, taktgebundene über-Kopf-Arbeit aus (unterm Auto/Unterbodenmontagetätigkeiten). Aufgrund dieser ziemlich starken Belastungen für den Nackenberreich habe ich seit geraumer Zeit mit starken Nacken und Kopfschmerzen, Einschlafschwierigkeiten bishin zu Migräneanfällen, zu kämpfen.
Aufgrund der doch sehr fragwürdigen Personalpolitik von Volkswagen habe ich es bisher vermieden, einen Arzt aufzusuchen. Da ich vermutlich für einige Tage ausfallen würde und mein Chef gleich zur Personalabteilung rennen würde.
Da mein Auto zur Zeit in der Werkstatt ist, bin ich auf den Bus angewiesen um zu meiner Arbeitsstelle zu gelangen. Und heute Morgen war es dann soweit - ich habe verschlafen -.- und somit meinen Bus verpasst.
Aufgrund der, entschuldigung, beschissenen Fahrpläne der Deutschen Bahn würde es fast 4 Std dauern bis ich mit Taxi und Bahn bei meiner Arbeitsstelle eintreffen würde, ausserdem würde mich eine Fahrt 20€ kosten.
Deswegen rief ich meinen Chef vorhin an, und fragte ob ich, unter den gegebenen Umständen, kurzfristig einen Tag Urlaub nehmen könnte. Seine Antwort war nur, das ich keinen Urlaub mehr hätte und deswegen keinen nehmen kann und dass ich zusehen sollte, wie ich zur Arbeit komme. Dabei habe ich von insgesamt 30 Tarifurlaubstagen noch 11 oder 12 Stück zur freien Verfügung (kommender Sommerurlaub und Wheinachtsurlaub schon abgezogen).
Aber meine Einwände haben ihn garnicht intressiert und er weigerte sich, mir Urlaub zu gewähren. Da er in dieser Sache leider am längeren Hebel sitzt, und ich von ihm abhängig bin, blieb mir nur eins - der Arztbesuch.

Also holte ich mir einen Termin bei meinem Hausarzt, auch wenn ich das eigebntlich vermeiden wollte
Daraufhin rief ich meinen Chef nochmal an, und erklärte ihm das ich nun meinen Arzt aufsuchen werde und demnach Heute nicht mehr erscheinen werde. Ich erklärte ihm auch die Umstände meiner Probleme mit Kopf und Nacken (obwohl ihn das garnichts angeht eigentlich) und dass ich es gerne vermieden hätte.
Aber auch das hat ihn garnicht intressiert, und meinte ich müsse morgen ein Gespräch mit meinem Unterabteilungsleiter führen - vllt würde ich auch gleich ein Eintrag in meine Personalakte bekommen was man auch als halbe Abmahnung sehen kann.

Mir ist zwar bewusst dass er, sachlich gesehen, im Recht ist, aber ich bin der Meinung dass jeder andere da ein Auge zugedrückt hätte. vorallem weil ich jetz über ein Jahr nicht mehr Krank war.
Ich bin davon überzeugt dass das aus reiner Böswilligkeit seinerseits geschieht und er mich so mobben will. Aus anderen Situationen ist mir auch bekannt, das er mit anderen Kollegen über mich lästert.

Was kann ich da nun machen? Muss ich mir sowas gefallen lassen?
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Alt 14.05.2009, 08:24
Benutzerbild von R32
R32
 
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Hmm also erstmal Grundsätzlich :

Wenn du einen Arzt aufsuchst, und dieser dich Attestlich krank schreibt, kann dir dein Chef bzw die Firma garnichts, wie auch?
Zumal du wie du sagst ja so gut wie nie krank bist.

Aber :

Sorry, wie kann man nur so "blöd" sein und nehme mir das "blöd" bitte nicht krum und dem Chef erst nach einem Tag Urlaub fragen, und wenn er diesen ablehnt DANN zum Arzt zu rennen, und sagen du kommst nicht mehr.
Das hast du ja mal wirklich ganz geschickt angestellt, das dir der Arbeitgeber das nicht glaubt, und vielleicht sauer ist ist nur verständlich....

Wenn du sowas machst, dann gleich zum Arzt, anrufen, sagen du bist krank, und fertig ist der Lack.

grüße

Geändert von R32 (14.05.2009 um 08:28 Uhr).
 
Alt 14.05.2009, 08:37
Benutzerbild von CompiWare13
CompiWare13
 
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Auch wenn der Chef nicht ganz ohne ist, deine Vorgehensweise, bzw. die von R32 angesprochene Reihenfolge lässt natürlich bei jedem Vorgesetzten die Alarmglocken klingeln und ist nun auch nicht mehr weg zu diskutieren.

Wie verhält sich dieser Chef den anderen Mitarbeitern gegenüber, bist nur du einer der Leidtragenden?
 
Alt 14.05.2009, 08:57
Benutzerbild von Pitri
Threadersteller
Pitri
 
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Naja, ich bin ja Jemand der (leider) immer an das Gute im Menschen glaubt. Lügen mag ich garnicht, und bereitet mir immer Magenscherzen. Also wollte ich es auf dem ehrlichen Weg probieren.
Aber wie heisst es so schön? Du musst ein Schwein sein auf dieser Welt -.-

Klar, wenn man n gelben Schein hat kann der Arbeitgeber nicht sagen. Das blöde is ja das ich sowas ähnliches schonmal hatte mit meinem Chef. Ich litt vor ca. 2 Jahren an einer (später chronischen) Magenschleimhautentzündung (Gastritis).
Wenns ganz extrem war, musste ich mich öfters am Tag übergeben. Da möchte man natürlich nicht auf der Arbeit sein, schon garnicht taktgebunden am Band stehn. Deshalb war ich immer mal wieder ein paar Tage Krankgeschrieben, bis sich mein Magen wieder beruhigt hatte. Das war auch alles vom Arzt abgesegnet und attestiert.
Dennoch schleifte mich mein Chef zum Gespräch mit dem UA. Welcher mir dann Sätze an den Kopf warf wie "Wenn Sie solche, nicht zu beseitigende, Probleme haben, müssen wir uns mal Gedanken darüber machen ob wir Sie hier weiter beschäftigen können" usw.
Deswegen mache ich seit dem ungerne Krank (und hielt das ja auch wie gesagt über ein Jahr durch) und kam oft mit Schmerzen zur Arbeit.
Deswegen bin ich sozusagen vorverurteilt was Krank machen angeht (zumindest für mein Chef)
Und das ganze Heute hat ihm scheinbar wieder gerreicht. Wenn er das ganze jetz geschickt zusammenfügt sieht es für VW bzw. die Personalabteilung natürlich so aus, als wäre ich ein chronischer Blaumacher
Und genau da will er drauf hinaus, da bin ich von überzeugt.

Also ich habe noch eine handvoll Arbeitskollegen die die gleiche Meinung über ihn mit mir teilen. Leider ist der Teil, der keine Probleme mit ihm hat, viel grösser
Er pickt sich ein paar, für ihn, schwarze Schafe raus, und lässt die nicht mehr in Ruhe.
 
Alt 14.05.2009, 10:03
Benutzerbild von R32
R32
 
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Na ist doch fein.
Bei einem Konzern wie VW, darf man doch sicher davon ausgehen, das ihr einen Betriebsrat habt, eigentlich ist der bei einem derartigen Unternehmen ja sowieso pflicht.

Wenn du eine Handvoll Mitarbeiter hast, die genauso behandelt werden, und das gleiche denken, dann führe mit diesen mal ein Gespräch zu zieht vielleicht in Erwägung den Betriebsrat mal aufzusuchen. Wenn ihr einige Leute seit, kann das schon wirken. Alternativ vielleicht auch mal am schopf packen, und mit diesen Leuten geschlossen zum Chef gehen, und das Gespräch suchen.
 
Alt 14.05.2009, 10:21
Benutzerbild von Pitri
Threadersteller
Pitri
 
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Betriebsrat haben wir. Aber ob ich/wir da nun hingehen oder peng.... da passiert nichts. Hab ich alles schon hinter mir. Ich bin scheinbar sowieso der einzige der da offen seine Meinung äussert. Die andren mögen den zwar auch nicht, aber niemand hat den Arsch in der Hose das mal anzusprechen

Einmal war ein Pflichtsamstag angesetzt. Normalerweise wird am Wochenende nicht produziert, doch wenn mal viele Auftragseingänge zu verzeichnen sind, wird das Band auch Samstags angeschmissen, wo man dann auch erscheinen muss.
Da aber eine niedrigere Stückzahl gefahren wird als sonst, werden auch nicht soviele Mitarbeiter benötigt, und es gilt eine planbare Abwesenheit von 25%. Das heisst 25% der jeweiligen Gruppe darf zuhause bleiben - allerdings nur per Urlaubsentnahme (Tarifurlaub oder Überstunden).
In unserem fall wären dass dann 3 Leute gwesen die hätten Zuhause bleiben können. Da ich zu der Zeit mitten im Umzug steckte wollte ich natürlich Zuhause bleiben. Leider wollten auchnoch 3 andere zuhause bleiben - allerdings ohne grossartigen Grund - ausser vllt Lustlosigkeit.
Die drei waren ein paar seiner Lieblinge und haben sofort ihren Urlaub bekommen. Als ich mich daraufhin beim Betriebsrat beschwert habe, und einer von denen eine Unterredung mit meinem Chef hatte, wurde plötzlich behauptet dass Tarifurlaub vor Stundenentnahme geht. Ich hatte nämlich kein Tarifurlaub mehr und wollte Überstunden opfern, die anderen hatten alle noch Tarifurlaubstage.
Die plötzlich aufgetauchte Regelung war aber komischerweise niemandem bekannt auch Kollegen, die schon mehr als 30 Jahre am Band stehen wussten davon garnichts.
Auf jedenfall musste ich dann kommen - danke Betriebsrat....
 
Alt 14.05.2009, 10:36
Benutzerbild von MasterOne
MasterOne
 
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Ich würde ihm beim nächsten Mobbing versuch nett und höfflich sagen "Muß sowas sein ?
Stört sie irgendwas an mir ?
Mach ich meine Arbeit schlecht ?
Er wird erstmal innerlich Buff sein weil er denkt das du eigentlich alles schluckst,danach wird er irgendwas sagen vielleicht auch etwas einschtüerndes dann würde ich noch sagen mir kommt es nur manchmal so vor als würden sie etwas gegen mich haben.
Bleib immer dabei nett und höfflich und lass ihn in den gedanken das er immer Recht hat.

Ich wette das er dann sich ein neues Bild von dir machen wird und sich ein anderes Mobbingopfer suchen wird.
 
Alt 14.05.2009, 10:41
Benutzerbild von Pitri
Threadersteller
Pitri
 
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Er weiss ja das ich nicht Kampflos aufgebe. Das macht mich wahrscheinlich zu seinem Lieblingsopfer

Nochmal zum Betriebsrat: Das der mehr die Intressen von VW vertritt und nicht die der Arbeitnehmer, zeigte sich ja leztes Jahr. Als rauskam dass sich der Betriebsratsvorsitzende Günther Lenz sogenannte "Lustreisen" (also bisschen fickificki machen) von VW bezahlen liess.....
 
Alt 14.05.2009, 11:18
Sala
 
Standard

Hiho.

Pitri ich verstehe deine Haltung mit der Ehrlichkeit und habe selbst schon die Erfahrung machen müssen, dass man mit Aufrichtigkeit gegenüber gewissen Mitarbeiten / Vorgesetzten / AGs nicht weiterkommt.

Du glaubst an das Gute im Menschen, das ist ehrenhaft. Leider verdienen viele diese Ehrenhaftigkeit nicht, weil sie selbst a) schlichtweg zu dumm dafür b) zu hinterhältig c) zu sehr in ihrer eigenen Lebensschiene gefangen d) zu egoistisch sind.
Du kannst nicht von ihnen erwarten zu denken wie du. Anderer Bildungsstand, andere Einstellung gegenüber Mitmenschen etc.

Es sei dir hiermit empfohlen, eine Art Tagebuch zu führen. WAS ist vorgefallen, WANN ist es vorgefallen, WIE ist es vorgefallen und durch WEN? Damit du im Fall des Falles eine Art Beleg hast und es nachvollzogen werden kann.

Des weiteren hier eine Site, die auch den strafrechtlichen Sachverhalt in groben Zügen erläutert : ]

Und ein Forum, in dem u.A. Mobbing etc. in manchen Fällen sehr ausführlich miteinader diskutiert wird, inkl. Tips : ]
 
Alt 14.05.2009, 14:36
Benutzerbild von NeXT
NeXT
 
Standard

@ ]

Klingt natürlich alles nicht so toll und für die Arbeit ist sowas auch nicht sehr motivierend...

Wenn du denkst/weißt das du im Recht bist musst dich mit deinem Drill instructor definitiv aussprechen - lange zögern würde ich da nicht mehr.
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