Wenn Du nicht ein Rechner als Sparvariante bauen willst, hast Du keinerlei Vorteile einen Chipsatz, der den Buchstaben G vorangestellt bekommen hat, zu verwenden.
Alle diese zeichnen sich nämlich, genau wie der Buchstabe richtig vermuten läßt, durch eine Onboard-Grafiklösung aus.
Diese Grafiklösungen sind zwar für Bürorechner, Server oder HTPC völlig hinreichend, versagen beim Gamen aber jämmerlich.
Um des Formfaktors Willen, also wenn man wegen seines Cases auf µATX festgelegt ist, kann man aber trotzdem, auch wenn man die Onboardgrafik überhaupt nicht nutzen will, zu solch einem Chipsatz greifen.
Die Preise für µATX-Boards rechtfertigen solch Handeln allgemein.
Es wird allgemein als bessere Variante angesehen, ein etwas größeres Gehäuse herzunehmen.
Zu Recht, wie ich finde.
In diesen kleinen Kisten ist eine einigermaßen funktionierende Durchlüftung zur Komponentenkühlung in der Regel schlecht machbar. Und wenn doch, ist man von annäherndem Silentbetrieb meilenweit entfernt.
Einen P41/G41 zu nehmen empfiehlt sich, zumindest für einen Rechner, der als Gamingstation herhalten soll nicht so derb. Der PCIe x16 Slot, in den die Grafikkarte versenkt werden soll, arbeitet nach einem etwas in die Jahre gekommenen Standard, was schon mal etwas Performance kosten kann.
Ein PCIe 2.0 x16 Steckplatz sollte es schon sein.
Diesen bekommst Du mit P43/G43 in der Regel einmal.
Ist dauerhaft nur eine Grafikkarte fürs System vorgesehen, kannst Du Dir den Griff zum G45/P45 sparen.
Der einzige Unterschied zwischen 43'er und 45'er Chipsätzen ist die Crossfire-Option, die dem 43'er fehlt.
Da die allermeisten Gamer aus ökonomischer Sicht llieber auf eine potentere Grafikkarte aus der nächsthöheren Leistungsklasse setzen, wenn grafisch aufgerüstet werden soll, ist der G45/P45 für diesen Kundenkreis eher uninteressant.
Warum sich Mainboards mit diesem Chipsatz trotzdem besser verkaufen, wird wohl ein ewiges Mysterium bleiben. Wahrscheinlich assoziieren unwissende Kunden ein Plus an Performance mit der höheren Nummer. Die gibt es aber nicht.
ASUS macht in jüngster Zeit seine Hausaufgaben scheinbar wieder besser. Heute werden Fälle, daß erst drei bis vier BIOS-Releases geflascht werden müssen, bis alle Gimmiks freigeschaltet und stabil sind, eher selten bekannt.
Einzig die durch die Bank schlechteren Audiocodecs zum Onboardsound, die ASUS wohl um ein paar Dollar Lizenzgebühren zu sparen implementiert, könnten den informierten User schnell zu MSI, Gigabyte, Foxconn oder auch zu anderen Herstellern wechseln lassen.
Wird eine Soundkarte aus der gehobenen Mittelklasse (oder darüber) verwendet, ist das aber nun kein einleuchtender Grund andere Hersteller zu bevorzugen. Bei Verwendung des Onboardsounds an einer guten HiFi-Kette ist dann aber doch eher nach einem ALC 888 (oder besser ALC 889A) Ausschau zu halten.
Hin und wieder beschweren sich User, daß die Onboard-Netzwerkkarten die ASUS bevorzugt implementiert, erhöhte Prozessorlast im idle hervorbringt.
Es handelt sich hier aber allgemein um ein paar wenige Prozent, so daß man dies bei heutigen Prozessoren ruhig so hinnehmen kann.
Ob überdimensionierte Kühllösungen immer sinnvoll sind, ist wohl eher eine Frage des persönlichen Geschmacks, als der technischen Notwendigkeit.
Ob Spawas und Chipsatz nun ein paar Grad wärmer oder kühler bleiben, ist insofern völlig unerheblich, als man sowieso von deren Deadline-Temperaturen meilenweit entfernt bleibt.
Hast Du nun genug Informationen, Dein Board selbst zu finden?
Wenn nicht helfe ich Dir gern weiter.
Vorab meine Vorschläge:
[
Gigabyte GA-EP43-S3]
[
MSI P43 Neo-F]
oder auch
[
ASUS P5QL P43]