Ich mag die Wasserkühlungen aus mehreren Gründen nicht.
- Das ist einmal der riesige Radiator für den häufig kein Platz im System ist und er deshalb wie ein dicker, fetter Rucksack an der Gehäuserückwand hängt.
Meist sollen die Lüfter beim Betrieb mit kühler Luft arbeiten und deshalb gibt es meist
die Empfehlung der Hersteller, die erwärmte Luft in das Gehäuse zu pusten.
Die Hersteller der Flüssigkeitskühler verschaffen sich damit einen Vorteil - ein Verkaufsargument pro guter Temperatur - der eindeutig zu Lasten und zum Nachteil aller anderen Komponenten im PC geht.
- Die Leistung der Kühlkombinationen mag nicht schlecht sein. Was man sich allerdings verspricht, wenn man Flüssigkeitskühlung hört und was man bekommt, sind zwei Paar Stiefel.
Die Flüssigkeitskühlungen kommen mit schlechten, lauten Lüftern, manchmal auch zwei dieser Rabauken daher, die mit 1.500 U/min vor sich hin dröhnen. Wohlgemerkt mit allen Luftgeräuschen die die Lüfter selbst und die Radiatoren verursachen.
Hier ist kein - womöglich gedämmtes - Gehäuse, dass den Schall vom Ohrwaschel fern hält.
Teilweise sind es keine PWM-Lüfter und damit können viele Boards die Lüfter nicht regeln. Immer voller Sound.
- Vergleicht man die Preis/Leistung von Flüssig/Luft, haben die Luftkühlungen die Nase weit vorne.
Ein Kühler um 35,00 Euro macht fast jede Flüssigkeitskühlung nass. Nutzt man die Top-Kühler kann keine der "Rucksacklösungen" mithalten.
!Und - ich hab einen ganzen Sack möglicher Probleme und Fehlerquellen:
Die Pumpe elektrisch und mechanisch, die/der Lüfter, die Wasser führenden Leitungen.
Krepiert die Pumpe, der Radiator oder nur eine Leitung, dann sitze ich ohne Kühlung da und Ersatz gibt es bei meinem Standort nur über den Versandweg.
Ein Problem sehe ich auch noch darin, dass ich zu der Flüssigkeitskühlung im Rucksackformat, immer noch meine konventionelle Lüftung aufrecht erhalten und teilweise sogar noch ausbauen muss, weil mit die Rucksäcke die Abwärme in den PC kippen.
Wenn Flüssig, dann aber richtig. Dann habe ich Grafkkarte, Mainboard, Festplatten,
CPU, Speicher, ... an dem Ding hängen und benötige, bei entsprechender Konstruktion, noch nicht einmal Lüfter für den Radiator.
Der für mich einzig nennenswerte Vorteil der kleinen Kühlungen, sind die Abmessungen der Pumpe und dass dadurch keinerlei Beeinträchtigung von anderen Komponenten ausgeht.
Christine A.
* Das Problem mit dem Radiator wird bei Wohnzimmer-PCs noch größer
Empfehlung aus Deiner Vorausauswahl.
Der Mugen 2, respektive den Nachfolger mit etwas höherem Preis, aber auch besserer Leistung.
Außer Konkurrenz die Flachmänner von Thermalright Archon, Prolimatech Armageddon, Alpenföhn Himalaya, ...