Klotzen und nicht kleckern?
Du kannst natürlich machen was Du willst.
Trotzdem kann man Dir nur raten auf dem Teppich zu bleiben.
So ein System wie Du Dir das erträumst, würde ganz bestimmt allen Deinen Anforderungen gewachsen sein.
Ein paar Cent billiger (und mehr auf die Arbeit hin ausgerichtet!) gebaut, ists aber mindestens genau so gut geeignet.
Ja, ok. Passt dann nur noch für die Arbeit, macht als Symbol fürs total übersteigerte Selbstwertgefühl aber nicht mehr so viel her. ^^
Wie war Das?
Du willst ganz bestimmt keinen Gamer bauen?
Warum tust Du es dann? *heftigkopfschüttel*
Nun das Positive:
Vom Grundgedanken her schon mal gut.
Nichts kann Rechenpower besser ersetzen als noch mehr Rechenpower.
In sofern ist ein i7-System mit großem
Ram-Ausbau schon mal der Weg zu bester Performance.
Ein i7-930, der in etwa halb so teuer ist, reicht auch.
Das der Vorteil des i7-960, der sich @stock auf ziemlich genau 400 MHz Takt beläuft, den Du bei der Arbeit also sowieso niemals zu spüren bekommen kannst, wegen des Preises doch sehr stark relativiert, hat Dir scheinbar noch niemand gesagt.
Na gut, mach ich das eben mal.
Ich wills mal so sagen:
Im Idle, also in der Zeit, in der das System auf irgendwelche Aktionen deinerseits wartet, machts sowieso mal exakt Null Prozent aus.
Selbst, wenn Du persönlich das wahre Multitasking-Talent bist, wird das der überwiegende Betriebszustand des Systems bleiben müssen.
Bei der richtigen Arbeit, gemeint ist hier die Zeit, in der das System gefordert ist, die Zeit in der Fotos und Grafiken durch irgendwelche aufwendigen Filter gepresst werden, in der das in Arbeit Video bzw der Clip, Teile davon oder Spezialeffekte gerendert werden, hast Du mit dem "Großen" also einen knapp 15%igen Geschwindigkeitsvorteil.
Und das in etwa 5 bis 20 Prozent der Zeit, die Du brauchst, um ein Projekt abzuschließen.
Ich kenne Deinen Workflow nicht.
Wenn Du einigermaßen kreativ arbeitest und die Wirkung von Filtern etc erst mal beurteilst, bevor du sie anwendest, wenn Du wenigstens ein kleines Bisschen dem Feintuning verfallen bist, ist mehr als 10% der Gesamtzeit als Arbeitszeit des Systems aber kaum zu erreichen.
Mach Dir selbst ein Rechenbeispiel.
Na, ...
Ernüchternd genug?
Stimmt.
Wenn der
Ram, genauer wenn seine Kapazität zu knapp kalkuliert ist, läuft alles 'ne Nummer zäher ab.
Das kommt, weil das System ständig am Swappen (Auslagern) ist.
Jede Festplatte, egal ob nun eine
SSD, eine Velociraptor, eine ganz normale
HDD oder sogar ein Vertreter der grünen Sorte, ist natürlicher Weise entschieden langsamer als der
Ram auf dem Mainboard.
Also dimensionierst Du den
Ram so, daß möglichst selten geswappt werden muß.
Das erreichst Du mit einem Ausbau auf mindestens 6GB.
Besser noch, wenn Du ein Kit mit 6GB und dazu ein identisches Kit vorsiehst.
Mit 12
GB auf dem Mainboard kann das System ziemlich sicher alle Bibliotheken und dazu so viele Arbeitsdaten im Speicher halten, daß die Auslagerungsdatei nur höchst selten, u.U. sogar garnicht, genutzt werden muß.
Gut ists dann natürlich, wenn die auf einem Laufwerk, welchse sowohl beim Schreiben, als auch beim Lesen Bestwerte aufweisen kann, an- und abgelegt wird.
Nein. Schnell taktender
Ram macht das System nicht kaputt.
Nicht mal übertakteter
Ram schafft das.
Selbst der
Ram selbst stirbt nicht am Takt.
Den bekommst Du nur in die Binsen, wenn Du ihm die Spannung zu hoch einstellst.
(Das das System, wenn zu stark an der Taktschraube gedreht wird, irgendwann instabil wird, ist eine andere Sache.)
Aber Du willst es zur Arbeit und nicht zum Benchen nutzen.
Deshalb ist 1333'er oder 1600'er schon schnell genug.
Und Nein.
Für Dich ists nicht wirklich sinnvol den
Ram zu übertakten.
Mit 12
GB ist da sowieso nicht so derb viel machbar, weil der Controller das ja schließlich auch noch mitmachen muß.
Die System-Platte:
Dein Budget läßt es zu.
Also solltest Du eine wirklich schnelle
SSD vorsehen.
Die muß ja nun keine Wahnsinns-Kapazität haben.
Ein noch vertretbarer Kompromiß aus Performance in beiden Richtungen, Kapazität und Preis, wobei hier der Focus primär auf der Schreibrate liegt, läßt sich mit einer
SSD, die 64GB groß ist und auf einem Intel-Controller basiert, finden.
Der Controller ist entscheidend. (Drei Ausrufezeichen)
Es nutzt Dir mal garnichts, wenn die Platte eigentlich (nach den Schreib- und Leseraten, mit denen sie beworben wird) schnell sein könnte, aber weil sie sich mal wieder nur mit sich selbst beschäftigt, überhaupt nicht zur Arbeit bereit ist.
Deshalb fällt die von Dir gewählte Transcend mal bitte ersatzlos aus.
Die ist einfach nur billig. (Mehr nicht!)
64GB reichen dann fürs Betriebssystem, für die Auslagerungsdatei, und ein paar der meist genutzten Anwendungen.
Alles was an Programmen und Tools nicht täglich mehrmals gebraucht wird, kannst Du auch von einem anderen Massenspeicher in den
Ram befördern.
Das dauert dann eben einmalig mehrere Sekundenbruchteile oder sogar ganze Sekunden länger.
Davon die Welt nich unter. Auch für Dich nicht.
Den Intel-Controller in diese Größen- und Performance-Klasse gibts, soweit (mir) bekannt, nur bei Intel und einem absulut identischen von Kingston gelabelten Modell.
Die von Dir gewählte
Grafikkarte ist in einer GFX-Workstation ungefähr so geeignet wie ein Lamborghini zum Feld umpflügen.
Das Du die CUDA-Technologie, immerhin Adobe unterstützt das ja, nutzen möchtest, um der
CPU entscheidend unter die Arme zu greifen, ist ja mal klar.
Das geht aber mit einer etwas kleineren
Grafikkarte, sofern sie auf einer Nvidia-GPU basiert (und nicht entschieden zu alt ist), aber auch.
Es kann sich, (aber eben nur in den Zeiten, in denen das System gefordert ist), schon positiv auswirken, wenn die
Grafikkarte mitrechnet. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen GPU-Generationen machen sich aber, (eben weil das System die allermeiste Zeit sowieso vor sich hin idled), mal nicht derb bemerkbar.
Tu Dir was Gutes an(!)
Nimm eine passiv gekühlte Nvidia-Karte aus dem unteren 3D-Performance-Bereich.
Deine Ohren werdens Dir danken. DX11 bringt Dir, solange Du dem Gaming wirklich nicht fröhnen willst, mal überhaupt nichts. (Schadet natürlich auch nicht.)
Selbst für die GTX 480 wäre das von Dir gewählte Netzteil erheblich überdimensioniert.
Das ist eigentlich erst mal egal.
Allerdings senkt eine Überdimensionierung die (tatsächlich erreicbare) Effektivität des Netzteils. Du machst also, ohne daß Du davon irgended etwas hast, nur Deinen Stromversorger glücklich.
Mit einem entschieden zu großem Leistungsangebot läuft nichts schneller.
Deine Arbeitsplatten:
Wie es scheinen mag, hast Du hier nur nach erreichbaren Schreib- und Leseraten, eventuell nach in der Gamerszene umgehenden Legenden, aber ganz bestimmt nicht nach Vernunft entschieden.
Man, man, mann!
Du willst Doch keine vor sich hin lärmende Gamer-Maschine(!)
Nimm was Schnelles, was Dich auch ohne Watte in den Ohren auskommen läßt.
Für die Zwischenschritte der Projekte und deren Endfassung kanns, ohne daß Du hier wirkliche Nachteile hast, sogar eine grüne Festplatte richten.
Kühlung: (
CPU, GPU,
Ram, Gehäuse)
Alles was Du kaufst, kommt mit den jeweils mitgelieferten oder bereits verbauten Kühllösungen aus.
Wenn man eine Workstation plant, wenn man weiterhin weiß, daß man an dieser mehr als nur eine halbe Stunde am Tag zubringt, ists aber mehr als nur ein Bisschen sinnvoll, die Kühllösungen auszutauschen.
Dabei ists nicht das Ziel, die Temperaturen der darunter werkelnden Komponenten zu senken. Dies ist nur ein gern mitgenommener Nebeneffekt.
Nein. man sollte es um der entspannten Arbeit Willen tun.
Nicht nervt mehr, als das Radio lauter drehen zu müssen, damit man den Krach vom System nicht mehr so eindringlich wahrnehmen muß.
Außerdem muß man dann das Handy ständig in der Hosentasche haben um per Vibrationsalarm mitzubekommen, wenn wieder mal jemand unbedingt stören will/muß.
Na klar ist das jetzrt leicht übertrieben. (Zumindest das mit dem Handy ...)
Wenn die Schallemissionen Deines Systems nur minimal sind, wirst Du aber diesen entscheidenden Vorteil sehr bald schätzen lernen.
Eine gute Kühlung muß nicht (sehr) teuer sein. Und sie maß ganz bestimmt nicht viel Lärm verursachen.
USB3.0 und SATA3:
Ob das derzeitig (noch) völlig sinnlose Gimmik Namens USB3.0 jemals für Dich zur Notwendigkeit werden kann, kann keiner gut abschätzen.
Ich glaube, nein.
Warum?
Ganz einfach.
USB wird in aller Regel ja nur für Massenspeicher (zum Backup) und für sowieso eher langsame Peripherie gebraucht.
Andere Datenquellen, wie z.B. Deine digitale Videokamera, wollen i.d.R. ja sowieso mittels FireWire connected werden. Oder sie nutzen eben das Netzwerk.
Mit einer eSATA-Platte bist Du aber auch nicht langsam, kannst Die selbst jetzt schon in ausreichend großer Kapazität bezahlbar erwerben und mußt nicht noch eine kleine Ewigkeit auf Verfügbarkeiten warten.
Ein NAS (intelligente Netzwerkfestplatte) wäre hier, nach meiner unmaßgeblichen Meinung, die Königslösung.
Es gab mal eine Zeit, in der Standards immer dann verabschiedet wurden, wenn die Technik diese zu nutzen, auch verfügbar war.
Wann eine 1TB- oder 2TB externe
SSD, die mehr als 300
MB/s schafft(!), da ist, und wann die dann auch noch bezahlbar wird, wissen aber derzeitig nicht mal die Götter der EDV.
Mit dem vor seiner Zeit verabschiedeten SATA3-Standard verhält es sich ähnlich.
Derzeitig nutzen selbst selbst SSDs den SATA2-Standard, bzw die damit theoretisch möglichen Datenraten, noch nicht aus.
Hier kanns aber sein, daß sich (zumindest für kleinere Kapazitäten) in näherer Zukunft noch gewaltig was tut.
Sechzehn Lanes bezeichnen die Anbindung der Grafik an das System.
Genauer eigentlich die maximal erreichbare Bandbreite.
Danach kräht aber heute kein Hahn mehr, weil mit faktisch allen Chipsätzen/Mainboards, wenn sie nicht grad aus der Mottenkiste stammen, diese 16 Lanes realisiert sind.
Allerdings, sehr zum Verdruß der Gamer, oft nur für eine Grafikkarte, was die dann teilweise zu den modernsten und somit sehr teuren Mainboards mit doppelter 16-laniger Anbindung treibt. (Jedenfalls manche, die mehr als nur Gamen wollen.)
Du brauchst aber nur eine
Grafikkarte!
So, nun hast Du viel Text zu lesen bekommen.
Das war völlig kostenlos.
Hoffentlich wars nicht auch umsonst ...
Einen handfesten Systemvorschlag mache ich zu einem späteren Zeitpunkt.
Ach so ...
Selbst wenn Du selber baust, und um dieses Vergrügen solltest Du Dich auf keinen Fall bringen, (ist ja auch gut fürs Ego!), hast Du auf alle Komponenten die volle Gewährleistung und ggf auch die Garantien der Hersteller.