2x5,25" extern heißt das Du zwei Laufwerke in diesem Format einbauen kannst.
eben 2x = 2 Stück, 5,25 = Formfaktor von gebräuchlichen Laufwerken (rührt von einem heute nicht mehr gebräuchlichen Floppy-Disk-Format her)
, extern = von außen zugänglich
3x = 3 Stück, 3,5" Formfaktor für heute gebräuchliche Desktop-Festplatten (rührt von einem heute auch kaum noch gebräuchlichen Floppy-Disk-Format her), intern = von außen nicht zugänglich.
Die ursprüngliche Gehäuseform ist das Desktopgehäuse, die zu einer Zeit als Computer vornehmlich in Büros auf dem Schreibtisch standen, verwendet wurde. Heute sind ATX-Desktops eher selten geworden.
Irgendwann wurden aber auf Grund immer stärker durch schneller rotierende Festplatten und durch die ansteigende ACP (
Averange
CPU
Power = Wärmeumsatz der
CPU) nötig gewordenen stärkeren Gehäusedurchlüftung, die Computer im Betrieb immer lauter. Man stellte sie also unter die Schreibtische.
Dabei stellte sich heraus, daß es vorteilhaft ist, den vorher sozusagen in die Breite gehenden Computer aufrecht zu stellen.
Der Tower entstand. Die Höhe des Towers unterliegt keiner weiteren Normung. Je höher, um so mehr Laufwerke lassen sich in ihm unterbringen.
Als die Computer anfingen als HTPC (
Home
Theather
PC) die Wohnzimmer zu erobern wurden Gehäuse die sich an den Formfaktor und das Aussehen von Stereoanlagen anlehnen creiert.
Worauf must Du achten?
Alle zu verbauende Hardware muß natürlich in das Case hineingehen.
Ein normales ATX-Mainboard setzt auch ein den ATX-Spezifikationen entsprechendes Gehäuse voraus.
In einem solchen Case können aber auch die kleineren µATX-Mainboards untergebracht werden.
Anders herum geht das natürlich nicht. In einem µATX-Gehäuse ist ein ATX-Mainboard einfach nicht hinein zu bekommen.
Wichtig ist die Breite des Gehäuses (bei den wenigen noch erhältlichen Desktopgehäusen die Höhe (ohne Füße). Durch sie wird maßgeblich bestimmt welches Kühlungskonzept einsetzbar ist.
Hochperformance Towerkühler verlangen eine Mindestbreite (oder Höhe) von mindestens 195 Millimetern, weil sie sonst nicht ins Gehäuse passen würden.
Kühler für die
CPU, die dem sogenannten Downblower-Prinzip gehorchen sind wesentlich kleiner und finden auch in weniger breiten Cases Platz. Dafür muß der User dann allerdings leichte bis erhebliche Abstriche an der Fähigkeit die Wärme von der
CPU abzuführen hinnehmen.
Nicht nur die CPUs, sondern auch die Grafikkarten wurden im Laufe der Entwicklung immer potenter und entwickeln immer mehr Wärme. Hinzu kommt noch daß das Mainboard mit seiner Spannungsreglersektion und seinem Chipsatz auch noch allerhand Strom zu Wärme wandelt.
Soll das System nicht den "Hitzetod" sterben, muß die innerhalb des Cases entstehende Wärme abgeführt werden.
Vornehmlich wurde das in grauer Vorzeit vom Netzteil (allein) erledigt.
Heute reicht die Entlüftung über das Netzteil, außer bei für wenig Belastung maßgeschneiderten Systemen (anspruchlose Bürocomputer etc.), nicht mehr aus.
Eine weitere Entlüftung zur Vermeidung von Wärmestaus ist zur erbringenden Pflicht geworden.
Der Lüfter an der Gehäuserückwand ist der Erfüller dieser Pflicht.
Systeme mit großem Energieumsatz müssen zudem noch Außenluft aktiv zugeführt bekommen, damit im Inneren des Gehäuses ein gerichteter Luftzug (Airflow) entsteht, der die von den einzelnen Komponenten abgegebene Wärmeenergie aufnehmen und aus dem Case hinausbefördern kann.
Je stärker dieser Airflow, um so besser wird er seine Aufgabe bewältigen.
Deshalb (und weils teilweise werbewirksam zu sein scheint), gibts Gehäuse die mit weit mehr als zwei Lüftern bestückt sind.
Für 900,- Eur wirds ein hochpotenter Gamer-PC.
Hier ist also damit zu rechnen daß vom System um die 300 Watt oder mehr in Wärme umgesetzt werden.
Um das System gut kühlen zu können sollte das Gehäuse das Verbauen eines Towerkühles zulassen und mit wenigstens zwei 120'er Lüftern versehen sein, bzw den Einbau solcher Lüfter zulassen.