Hi Leute könnt ihr mir mal bitte den Unterschied zwischen Linux und Windows (oder so ähnlich) erklären was ist nun besser oder was ist für was besser ich habe echt keinen Plan...
danke im vorraus
mfg
Hallo,
naja, das sind halt zwei verschiedene Betriebssysteme. Was besser ist, kann man nicht sagen.
Vorteil Linux:
- kostet nix
- alternative zu Windows (wenn man mal das dumme Design nicht mehr sehn kann)
Vorteil Windows:
- kostest was, d.h. wenn bei einer Firma bei einem Fehler das OS schuld is, kann MS dafür belangt werden
Am besten du legst eine LiveCD (zb Ubuntu) rein und schaust, wie's dir gefällt.
08.07.2007, 21:21
KeKs
Für den "Normalanwender" ist Windows sicherlich geeigneter, da das ganze Softwaresystem, die Art, wie Programme installiert werden und das ganze Handling etc verbreiteter ist.
Linux ist da eher für die "Freiheit liebenden" geeignet, wenn man das so sagen kann, da eben so ziemlich alles kostenlos ist und dahinter eine große Community steht. Allerdings ist der Unterschied zu Windows gravierend, denn das ganze System lässt sich anders bedienen als Windows, sodass man sich daran erstmal gewöhnen muss, man fängt dabei schon fast bei null an.
08.07.2007, 21:33
himak
Mal ein paar Vor-/Nachteile dazu...
Linux vs. Windows:
+ Kostenlos und Opensource (man kann sich den Quellcode ansehen und weiß definitiv was man sich auf den Rechner holt)
+ Keine künstliche Verkrüpelung/Funktionseinschränkungen (z.B. durch DRM)
+ Sicherheit
+ Geringerer Ressourcenverbrauch -> Mehr Leistung für die eigentlichen Anwendungen
+ Mehr Möglichkeiten (z.B. bei der Administration)
+ Stabiler (vorallem im Vergleich zu früheren Windows-Versionen)
+ Verschiedene Oberflächen verfügbar (man kann natürlich auch ohne auskommen)
+ Sehr viele kostenlose Programme verfügbar, sodass man alles machen kann, was man auch mit einem Windows-Rechner machen kann, ohne Geld auszugeben (z.B. Office-Anwendungen)
- Oberflächen sind nicht so stabil (viele Abstürze z.B. durch KDE, Gnome etc.)
- Nur geringe Untersützung von Spielen (die meisten PC-Spiele laufen nicht auf Linux)
- Kaum Kompatibilität allgemein (Windows-Programme laufen auf Linux nicht und umgekehrt, wobei Windows Marktführer ist)
- Weniger Benutzerfreundlichkeit/kompliziertere Bedienung
- Hardware wird nicht immer voll unterstüzt / Treiber sind nicht immer für Linux verfügbar
Es spricht aber nichts dagegen, Linux zusätzlich zu einem Windows einzusetzen (entweder über eine Installation oder per Live-CD). Linux kann man sich schließlich kostenlos aus dem Internet herunterladen.
08.07.2007, 23:53
Coolface
Das Problem ist, dass die meisten Benutzer, die einen Computer so nebenbei benutzen generell nur an Windows gewöhnt sind. Man bekommt es zu einem PC dazu und es ist gängig. Eine Person, die jetzt noch nie mit einem PC gearbeitet hat, würde wahrscheinlich nicht schlechter mit Linux umgehen, als eine Person mit Windows, die damit zuerst gearbeitet hat. Das größte Problem ist wie gesagt, die Verfügbarkeit populärer Software (auch Spiele), die halt nur für Windows entwickelt werden und es dadurch für den Linux Anwender etwas schwieriger wird, da er zum Beispiel eine Zeit lang suchen muss, um einen einigermaßen passablen Ersatz für eine Software zu finden, die unter Windows läuft.
09.07.2007, 21:18
oziris
"Windows vs. Linux"?!? Willst Du uns vernichten?
Boah, sowas hat schon reihenweise Communities gegeneinander aufgehetzt.
Hier mal ein paar Relativierungen:
Zitat:
Zitat von Coolface
und es dadurch für den Linux Anwender etwas schwieriger wird, da er zum Beispiel eine Zeit lang suchen muss, um einen einigermaßen passablen Ersatz für eine Software zu finden, die unter Windows läuft.
Da bei den meisten Linux-Distributionen eine recht umfassende Paketverwaltung eingesetzt wird, kann vergleichsweise schnell Software gefunden und installiert werden. Dadurch entfällt auch das manuelle Updaten oder automatische Updaten jedes Programms separat.
Zitat:
Zitat von himak
Kaum Kompatibilität allgemein (Windows-Programme laufen auf Linux nicht und umgekehrt,
Emulatoren wie VMWare, Wine und Cygwin machen das ausführen von Anwendungen anderer Betriebssysteme und Plattformen untereinander möglich. Es gibt dabei natürlich ein paar Einschränkungen, da meist nicht direkt auf die Hardware zugegriffen werden kann und daher z.B. 3D-Anwendungen nicht fehlerfrei funktionieren.
Ausserdem, ordentlich programmierte Java-Programme funktionieren fast überall (z.B. LimeWire).
Einige Linux/UNIX-Programme sind so programmiert, dass sie leicht auf andere Platformen portiert werden können. Mittels speziellen Bibliotheken (z.B. GTK für Windows) können diese Programme dann z.B. zu .exe-Dateien cross-compiliert werden (z.B. GIMP, Lyx oder DIA).
Zitat:
Zitat von himak
Weniger Benutzerfreundlichkeit/kompliziertere Bedienung
Als wären Windosen und MacOSe leicht zu bedienen. Tatsache ist doch, dass Benutzer oft gar nicht merken, dass sie was falsch machen; und schwups sind die Daten futsch, oder der Cracker lacht... Viele geben sich dann fälschlicherweise selbst die Schuld
Als ich früher noch manchmal an Windosen was gemacht hab, haben mir immer zusätzliche Desktops gefehlt. Ausserdem nervt es bei Windosen, dass die Textauswahl nicht automatisch im cut-buffer landet, und man erst noch Strg-C drücken muss. Einfügen geht dann auch nicht einfach mit der mittleren Maustaste. Fies versteckelt ist auch das "Ruhezustand"-Knöpfchen bei XP. Ach, die Liste ist schier endlos...
Zitat:
Zitat von pixelflat
bei einem Fehler das OS schuld is, kann MS dafür belangt werden
Hast wohl das EULA nicht gelesen, was!
Ich nutze nur noch Linux (Gentoo und Ubuntu). In all den Jahren habe ich drei wirklich wichtige Dinge feststellen müssen:
I. Linux unterstützt erstmal nur Hardware, die nicht brand neu ist, d.h. z.B. eine vor zwei Wochen erschienene Webcam mit neu entwickeltem Chipsatz wird nicht laufen. Ein USB-Stick der gestern auf den Markt kam, aber einfach, wie so viele Modelle zuvor, ein Massespeicher ist, wird hingegen problemlos laufen. Es kann in ungünstigen Fällen Jahre dauern, bis eine (exotische) Hardware vollständig unterstützt wird.
II. Wenn Du einen Bug findest, erstmal ein Update machst und schaust ob er noch da ist, ihn ordentlich meldest und immer brav antwortest, wenn die Entwickler Dich dazu was fragen, hast Du verdammt gute Chancen, dass das Problem in weniger als 3 Monaten erledigt ist. Das gilt aber nicht für Ubuntu, dort KANN es Dir passieren, dass man erstmal versucht den Bug unter den Tisch zu kehren, wenn Du nicht unentwegt dran bleibst. Ubuntu will eben Windows ablösen...
III. Linux (und BSD und UNIX-Abkömmlinge generell) sind zumindest für den Anwender ausgezeichnet dokumentiert. Das bedeutet, wenn man weiß wie und wo man nachsehen muss, dann kann man fast alles nachlesen (man, info, /usr/share/doc/{paketname}/..., Programm mit --help oder -h aufrufen, Homepage, HowTos, Wikis, (Kommentare im) Quellcode). Mit dem aufkommen der Popularität von Wikis hat das leider ein bischen nachgelassen, aber es schlägt die Hilfe und den Support von Windosen noch um Längen.
Geändert von oziris (09.07.2007 um 22:19 Uhr).
Grund: Mir ist noch was aufgefallen
09.07.2007, 22:47
incredible-olf
Aber wer will ne Stunde lang in der Shell rumtippseln bis er den Befehl korrekt und mit den richtigen Zusätzen eingetippt hat wenn er das auch mit 2 Mausklicks erledigen kann?
Mehrere Desktops sind ne tolle Spielerei, bringen aber effektiv nichts, bis man mal raus hat auf welchem Desktop das Fenster ist das man gerade sucht hat man auch mit Alt+Tab die Anwendung auf einem Desktop gefunden.
Naja, der Benutzer der etwas macht ohne zu wissen was er da macht hat schon ne gewisse Schuld den wenn man nicht weiß was man tut sollte man sich erkundigen oder es lassen.
09.07.2007, 23:35
Horst58
Die Stimmung ist grad' so schön ruhig:
Übrigens ich bin Windows-User. Zufrieden bin ich aber nicht!
Zitat:
Zitat von incredible-olf
Aber wer will ne Stunde lang in der Shell rumtippseln bis er den Befehl korrekt und mit den richtigen Zusätzen eingetippt hat wenn er das auch mit 2 Mausklicks erledigen kann?
[...]
Die Frage, ist imho falsch gestellt. Müsste es nicht eher heissen, wer kann ... ?
Weil, wenn man kann, dauerts keine Stunde!
Sind wir inzwischen nicht mehr oder weniger zu Klickibuntis geworden, die um Hilfe schreien, wenn die Maus den Dienst quittiert? Wir können ja auch garnicht anders! Windows nur mit'm Keyboard, ist ja inzwischen defakto unmöglich geworden.
Also ich kann mich aus eigener Erfahrung noch daran erinnern, dass sich auch ein Windows ohne profunde DOS-Kenntnisse nur recht umständlich managen liess.
Und hatte etwa ein Norton-Commander dem jetzigen Windows Explorer nicht Einiges an Bedienerfreundlichkeit voraus? Warum sonst sollten, auch heute noch, so viele Clone der Zweifenstertechnik durch die Shareware-Szene geistern?
Na klar, die Entwicklung hat uns von einigen ungeliebten Routinen befreit, einiges an geistiger Arbeit abgenommen, uns dafür aber gleichzeitig, zumindest in dieser Hinsicht, träge gemacht.
Die Welt der Tuxe ist in der Entwicklung wohl noch nicht so weit vorangeschritten.
Es ist aber zu befürchten, man wird Windows bald eingeholt haben.
09.07.2007, 23:59
garagewolf
hallo,
ich kann persönlich nicht sagen: wer besser ist.
MS ist für mich leichter, linux ist mehr für Studenten/Uni gedacht da wird mehr auf jahre verlangt zb. installiieren usw., das war meine Meinung.
Benutze alle beide.
Geändert von garagewolf (10.07.2007 um 00:00 Uhr).
Grund: Für Anfänger ist MS besser.
10.07.2007, 01:52
oziris
Zitat:
Zitat von incredible-olf
Aber wer will ne Stunde lang in der Shell rumtippseln bis er den Befehl korrekt und mit den richtigen Zusätzen eingetippt hat wenn er das auch mit 2 Mausklicks erledigen kann?
Zitat:
Zitat von Horst58
Die Frage, ist imho falsch gestellt. Müsste es nicht eher heissen, wer kann ... ?
Weil, wenn man kann, dauerts keine Stunde!
Insbesondere wegen command completition und history browsing geht das ganz flux. Die ] ist da ganz weit vorne mit dabei.
Zitat:
Zitat von Horst58
Die Welt der Tuxe ist in der Entwicklung wohl noch nicht so weit vorangeschritten.
Es ist aber zu befürchten, man wird Windows bald eingeholt haben.
Ich denke, die Entwicklung geht eher in eine ganz andere Richtung, wird aber von den GUI-Fetischisten manchmal beinflusst. Insbesondere die mangelnde Fähigkeit, eines GUI den Output zur Weiterverarbeitung in andere Programme oder Dateien zu leiten, ist doch stark einschränkend.
Zitat:
Zitat von incredible-olf
Mehrere Desktops sind ne tolle Spielerei, bringen aber effektiv nichts, bis man mal raus hat auf welchem Desktop das Fenster ist das man gerade sucht hat man auch mit Alt+Tab die Anwendung auf einem Desktop gefunden.
Bei mir ist für jeden Desktop ein Pager da, der dessen Inhalt in klein zeigt.
Ich kann so zusammenhängende Fenster auf den Desktops Gruppieren, z.B. nach Server oder Aufgabe. Ich kann den Desktop mit Maus oder Tastatur (Alt+F2) gezielt wechseln, oder sogar wie ein Rollo nach oben ziehen, um einen Blick auf den nächsten zu werfen. Fenster kann ich dabei "mitnehmen" oder aus einem Pager holen.
Bei Windosen landen entweder 20 Fenster übereinander oder sind minimiert. Die Taskleiste wird zu einem einzigen Chaos kleiner Icons, mit "..." daneben. Mit Alt-Tab braucht man ewig um durch alle durchzugehen, wobei dann auch noch das Andere, das man brauchte verdeckt wird. Mit Vista bessert sich das ja anscheinend ein bischen.
Mein WindowManager kann sogar Erkennen, wo auf dem Desktop noch platz ist, und ein neues Fenster dann möglichst dahin setzen.
Wenn ich Maximiere, dann geht das (z.B. je nach Maustaste) Vollbild, Den freien Platz um das Fenster füllend, nur Horizontal oder nur Vertikal.
Jedes Fenster kann ich Always-On-Top setzen oder mit einem Klick ganz nach hinten schicken.
Es gibt 100-Dinge, die X angenehmer machen als XP. Man darf nur keine Angst davor haben, was zu lernen oder zu lesen.
Ich denke jeder findet das was er benutzt besser, allein schon weil der Mensch zum umsteigen/umlernen zu faul ist.
Und für unbedarfte User halte ich M$ für besser geeignet, eingschränktes Konto und schon ist ruhe.
Weil wer nicht weiß was er macht wird auch in der Shell nicht wissen was er tut, und ich glaube auch nicht das Heimanwender eine Shell extra Installieren wenn bereits eine vorhanden ist, frei nach dem Motto "Hab' ich doch schon".
Übrigens kann man Windows (Bei Vista hab ichs nochnicht getestet) auch halbwegs akzeptabel mit der Tastatur bedienen (ggf die Tastaturmaus nehmen), zum Runterfahren des Rechners reichts alle mal.
Fazit: Beide haben Vor- und Nachteile.
10.07.2007, 10:32
Horst58
Tastaturmaus - ja stimmt! - war schon in meinem Speicher (zwischen den Ohren) total unter allem möglichen Müll begraben.
10.07.2007, 15:59
Threadersteller
DogSoldier
Hi danke für die antworten...
Ich wollt ja nur wissen was der unterschied ist und so...
hatte nicht vor umzusteigen, ich bin zufrieden mit Microschrott Windows...
trotzdem danke...