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Thema: [Projekt] Plexi case Selfmade

  1. #1
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    Standard [Projekt] Plexi case Selfmade


    Die Idee: Ich hatte schon etwas länger überlegt, ein Fenster in meinen blau-metallic Miditower zu machen damit ich auch mal reingucken kann, aber das hat ja jeder. Dann kam ich darauf, wie es nur wenige haben, ein Symbol oder einen Schriftzug in das Gehäuse zu sägen/dremeln (wie auch immer) , eine Plexiglasscheibe dahinter zu montieren und dann das Innere zu beleuchten dass eben das Symbol/die Schrift leuchtet. Daraufhin bin ich mal in den Baumarkt gegangen und hab mir angeguckt, was es so an Plexiglas gibt und bin dann noch, auf der Suche nach billigen Modding-Ideen, durch die Gänge gestreift, habe mir Scharniere angeguckt und überlegt ob ich meine Seitentür vom Midi-Tower zum aufklappen damit versehe und so bin ich auch an die Kästen mit den Aluminiumprofilen gekommen. Als ich mir so die schönen matt schimmernden Alu-Schienen ansah reifte in meinem Hinterkopf bereits die Idee zum durchsichtigen Case. Als ich dann ein paar Tage später noch einen Artikel auf einer amerikanischen modding-page las, wo jemand ein komplett transparentes Case gebaut hat (ganz ohne Metall) ... er nannte das sein „invisible case“, war es um mich geschehen. Das modding-Fieber hatte mich gepackt und ich fing an, mir nähere Gedanken zu meinem eigenen Projekt zu machen.




    Das Projekt: Ich fing an, mein Board zu vermessen (ja, ich habe keine Zeichnung mit den Maßen der ATX-Norm gefunden!) und ein paar Ideen aufzuzeichnen.



    Als die Idee soweit ausgereift war, dass ich absehen konnte wie viel Plexiglas und Aluminium ich brauchte, ging ich in den Baumarkt und besorgte mir eine Platte 500x1000x5mm (ca. 20€), eine Platte 250x500x4mm (ca. 5€), 5m Alu-Winkelprofil und eine 125g-Tube (50g hätten lange gereicht) „Pattex Kraftkleber transparent“. Ich kam auf ziemlich genau 40€.
    Am nächsten Tag hatte ich dann den genauen Plan ausgearbeitet. Ich zeichnete die Einteilungen auf der großen Plexiglasplatte an, die kleine war noch nicht verplant, aus ihr sollten die Laufwerksbefestigungen gemacht werden, soviel war schon klar.



    Dann hab ich in ein Stück, das auf jeden Fall Verschnitt wurde, einen Testschnitt mit der Stichsäge gemacht und war wirklich erstaunt, wie sauber der Schnitt wurde! Das Sägeblatt war ein geschliffenes Kurvenblatt, ein größeres läuft sicher besser geradeaus, aber geschliffen muss es auf jeden Fall sein damit das Plexiglas nicht splittert.
    Die geraden Schnitte habe ich gemacht, indem ich die Säge an einer angeklemmten Holzlatte anlegte.

    Mit den Abschnitten die nicht mehr gebraucht wurden (es waren wirklich wenige kleine, die Platte lies sich wunderbar ausnutzen) konnte ich nun erste Versuche mit dem Kleber durchführen. Die Verarbeitung ist sehr einfach (wie von Pattex „compact“ bekannt: beide Seiten bestreichen, Lösungsmittel verdampfen lassen, stark anpressen und sofort weiterarbeiten) und die Klebeeigenschaften sind sehr zufriedenstellend sowohl bei dem Kleben von Plexi auf Plexi wie auch von Plexi auf Aluminium.




    Das Projekt (Fortsetzung):

    Als dann alle Teile (Boden, Deckel, Seiten, Front und Rückseite) zugeschnitten waren hab ich schon mal alles zusammengestellt und mit Tesa zusammengehalten:

    Nach diesem motivierenden Anblick ging es mit viel Elan weiter an die Einzelteile.
    Zuerst versah ich mal die Front und die eine Seite mit den Löchern für die Lüfter, die ich mit der Lochsäge auf der Bohrmaschine sägte. ACHTUNG: Auch wenn das Plexiglas schmelzen sollte weil es etwas warm wird, haltet nicht die Maschine an, denn dann klebt es fest und ich sage euch, ich hatte Angst um die Platte als ich die Lochsäge mit Zangen entfernt habe.
    Beim Schmelzen passiert nichts was man nachher noch sieht. Das Plexiglas das geschmolzen und wieder hart geworden ist kann man nachher sehr gut abbrechen weil es wesentlich härter ist als vorher. Ich habe auch jedes Loch mit der Feile nachbearbeitet damit es schöner aussieht.

    Anschließend zeichnete ich auf die Frontplatte den rechteckigen Ausschnitt für die Laufwerke auf, Bohrte mit 5mm vor und sägte von dem Loch aus mit der Stichsäge das eckige Loch aus. Das Ergebnis soweit:

    Dann ging es daran, die Basis zu erstellen.
    Dazu habe ich Stücke des Aluprofils, entsprechend den Seitenlängen des Bodens auf Gehrung (je 45° schräg) gesägt und rundherum angeklebt.







    Dann widmete ich mich wieder den Seitenteilen mit den Lüfter-Löchern und zwar bohrte ich mit dem alten Lüftergitter-Trick (zum anzeichnen) die Löcher für die Befestigungsschrauben.

    Passt.
    Als das soweit fertig war (leichte Übung) kamen die etwas schwierigen eckigen Löcher für die Power- und Reset-Taster dran, die ich erst angezeichnet, dann in 5mm vorgebohrt und dann mit der Stichsäge eckig ausgeweitet hab die. Die Löcher füre LEDs waren natürlich in Sekunden gebohrt.



    Die Löcher für die vier Schalter habe ich mit einem 20mm Forstnerbohrer gebohrt, dazu habe ich die Bohrmaschine in den Bohrständer gespannt, ich habe leider kein Bild davon weil alles recht schnell gehen musste da unsere Werkstatt wo der Ständer steht nicht beheizt ist und an dem Tag an die –8°C herrschten... habt Nachsehen mit mir.
    So mit allen Löchern versehen konnte ich dann die Front und die Seitenteile mit der Basis verkleben.


    Das Projekt (Fortsetzung):

    Als nächstes habe ich die Lüfter eingeschraubt und die Verkabelung mit den Schaltern vorbereitet. Es gibt insgesamt vier Gehäuselüfter: Einer vorne, einer rechts und zwei oben.
    Einer der oberen stammt aus dem Netzteil und ist nicht geschaltet sonder temperaturgesteuert, dazu später mehr.
    Daraus ergibt sich ein freier Schalter, mit dem ich vielleicht in Zukunft noch eine Beleuchtung schalten kann.



    Der nächste Schritt war, die Schalter anzulöten, was etwas Geduld erforderte, aber ich habe es ohne große Probleme gemeistert. Wie man sieht haben die Schalter zwei Lötfahnen „zuviel“, die sind für die LEDs die in ihnen sind.

    Jetzt kam die heikelste Aktion des ganzen Projekts, das Einpassen des Boards. Ich legte das Board in das neue Case und zeichnete die Befestigungslöcher für die Abstandshalter so an, dass das Board hinten soweit vom Alu weg war, dass genau die Rückwand noch dazwischen passte, die Anschlüsse ragten natürlich darüber hinaus, für sie habe ich entsprechende Aussparungen in die Rückwand gebohrt, gesägt und gefeilt.



    Für die Karten habe ich hinten nur einen eckigen Ausschnitt gemacht, eine Vorrichtung zum Anschrauben entfällt so, es war mir schlicht zu aufwendig und mir fehlte an dem Tag der nötige Perfektionismus... ich wollte nur schnell wieder einen laufenden PC haben.

    Wie man sieht sind schon die Befestigungslöcher für das Netzteil gebohrt, das ich vorher auseinandergenommen und in Einzelteilen auf engstem Raum verteilt habe. Hier Bilder vom Netzteil:



    Wo ich nun schon das Netzteil und die wichtigsten Komponenten beisammen hatte war es Zeit für einen Testlauf, und siehe da: Es ging alles auf Anhieb.
    Mir fiel ein wahrer Fels vom Herzen dass das Board bei der Einpass-Aktion keinen Schaden genommen hatte.

    Mit neuer Motivation im Nacken war ich direkt angespornt, dem ganzen die Krone... nein den Deckel aufzusetzen und machte mich direkt an die Löcher für die Lüfter und den Zuschnitt der Aluprofile für die Umrandung. Die Lüfter saugen beide Luft in das Gehäuse. Der eine ist geschaltet und drückt die Luft direkt auf den CPU-Lüfter und der andere ist temperaturgeregelt (mit Fühler unten am Netzteil) und belüftet die Kühlkörper des Netzteils.

    Hier das Bild vom nächsten Testlauf:


    Alles was jetzt noch fehlte war die Befestigung für die Laufwerke und die Festplatte. Die Laufwerke wurden zwischen zwei Plexiglasplatten geschraubt und oben mit Aluprofilen versehen, die Löcher für die Aufhängung mit Schrauben besitzen.



    Diese Halterung wird dann mit den Laufwerken unter den Deckel geschraubt und kann durch drehen der Schrauben, die etwas länger gewählt sind, genau dem Ausschnitt vorne angepasst werden. Wo die Festplatte ihren Platz gefunden hat ist glaub ich gut zu sehen, ich denke aber man kann das nur mit Platten machen, die nicht zu warm werden weil die Chips die Hauptwärme produzieren. Ich hab eine Samsung 30,6GB 5400u/min wen´s interessiert. Damit ist das Projekt abgeschlossen.

    Bitte:


  2. #2
    Avatar von Belisario
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    Hat was! Kannste vllt noch ein Bild im dunkeln machen? Dann kommt das Plexiglas noch besser zur Geltung!

  3. #3
    Avatar von MaximumGame
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    Ohne Beleuchtung?

  4. #4
    Avatar von Belisario
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    Schau mal beim letzten Bild genau hin, da scheint was in der unteren rechten Ecke zu sein... bin mir nicht ganz sicher, aber sieht wie eine Leuchtstoffröhre aus...

  5. #5
    Avatar von MaximumGame
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    könnte sein...

    Ist aber super gemacht,
    auch wenn Plexiglas-Gehäuse nicht so mein Fall sind

  6. #6
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    ne das is keine kaltlichtkathode, dass is nur ne spieglung von der deckenleucte


    EDIT (autom. Beitragszusammenführung):


    ja vill mache ich noch beluiehct etc rein
    Geändert von Goodcat (13.03.2009 um 15:30 Uhr) Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

  7. #7
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    sher schön umgesetzt echt n1 von mir n großes lob

  8. #8
    Avatar von isildur
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    Sehr schön was hast du den für Hardware verbaut?

  9. #9
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    Sehr saubere Arbeit. Find ich toll.

  10. #10
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    danke =)

  11. #11
    Avatar von El Matador
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    Find ich ebenfalls wirklich gut!
    Wirklich ne klasse Verarbeitung.

    Find ich auch in sofern praktisch, da man bei der Höhe, welche das Case bietet so ziemlich jeden CPU-Kühler verbauen kann.

    Freue mich gegebenenfalls schon auf die Fotos mit Beleuchtung.

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